fire and flame

Verlag, Seminare und interreligiöser Austausch



Parashas – biblische Wochenlesungen

EINFÜHRUNG

In der Tora, den fünf Büchern Mose, die wichtigsten Bücher des AT (zusammen mit den Propheten)  für die Juden, genauso wie für die Christen in der Bibel, als die Gesamtheit von Altem und Neuen Testament, gibt es sehr viel zu lernen. Es sind nicht nur spannende Geschichten und inhaltsreiche Briefe, sondern es sind sehr viele Schlüssel und Prinzipien in diesen verschiedenen einzelnen Büchern der gesamten Bibel verborgen.

Viel Freude somit bei diesen wöchentlichen Gedanken !!!

Nach Sukkot also im Oktober  beginnt ein neuer Jahreskreislauf der Parashalesung

DIE PARASHAS DES BIBLISCHEN KREISLAUFS 
2022 BIS 2023 FINDEN SIE HIER!
 

oder als Druckausgabe in unseren Buchshop

Neunzehnte Wochenlesung - Terumah "Hebeopfer"

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16.02.2024, 16:32

2.Mose 25,1–27,19; 2.Kor.10-13; Psalm 6+38+51; 2.Kö.1-13; 1.Kö.5,26-6,13; Matthäus 12,46-13,58; Hebräer 8,1-6, 9,1-28+10,1

Das Wort „Terumah“ als Titel dieser Parasha heißt im hebräischen „geben, spenden, einlegen, mitwirken“. Diese Gabe des „Gebens und Mitwirkens“ ist ein sehr wichtiges und sehr großes Ding, weil es generell das...   mehr




Achtzehnte Wochenlesung - Mischpatim "Rechtsordnung"

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12.02.2024, 10:08

2. Mose 21,1-24,18; 2. Könige 12,1-17; Jeremia 34,8-22; and Matthäus 5,38-42; Markus 7,1-23; Apg 23,1-11 and Hebräer 10,28-39. Lukas 7,1-8,3; Kol. 3,1–25

Wir haben über Mischpatim, also Gesetzesordnungen und viele andere Bedeutungen dazu, im letzten Jahr ausführlich gesprochen. Die entsprechende Wortbedeutung und vieles mehr könnt ihr auf der Webseite oder in...   mehr




Siebtzehnte Wochenlesung - Yitro (Jethro)

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02.02.2024, 21:16

2. Mose 18,1–20,3; Jes. 6,1–13,6; 9,5–6; 1.Kö. 12-25; Psalm 66+67+68; 1. Joh. 5,1–11; 2.Kor 1-5; Matthäus 6,1-8,1

Auch zu dieser Woche könnt ihr im Vitamine Buch bereits die vielen Impulse vom letzten Jahr nachlesen. Dieses Jahr wollen wir uns weiter mit dem Verhältnis Mose mit Jitro, dem Ruf Gottes an Mose hinauf auf...   mehr




Sechzehnte Wochenlesung - Beschalach "Als er ziehen ließ"

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26.01.2024, 19:13

2. Mose 13,17-17,16; Richter 4,4–5,13; Lukas 2,22-24; 1.Korinther 10,1-13; Offenbarung 15,1-4. Matthäus 5,1-48; 2. Petr. 1

Schon im letzten Jahr konnten wir einiges über den Pharao, seinen Zorn nachdem die Israeliten geflohen waren, lesen. Immerhin hatte er gerade zehn Plagen durchlaufen, seinen ältesten, also erstgeborenen Sohn...   mehr




Fünfzehnte Wochenlesung - Parasha Bo "Komm"

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22.01.2024, 18:00

Teil 2

Israel ist, im rechtlichen und tatsächlichen Sinn, nicht die erstgeborene Nation in der Welt. Es gab schon lange vorher andere Nationen. Aber diese Nation ist von YHWH ins Leben gerufen worden, damit die...   mehr


18.01.2024, 18:48

2. Mose 10,1 – 13,16; Jeremia 46,13–28; Psalm 58+59+60+61; 2.Sam 21-24; Joh. 19,31-37; 1.Kor 6-10; Offenbarung 9,1–21+ 16,1-21.

Im letzten Parascha oder Wochenlesungskreislauf gab es für die 15te Woche schon viel zu lesen und zu erkennen. Die letzte Woche hatten wir mit einer erstaunlichen Frage abgeschlossen. Es ging um den freien...   mehr




Vierzehnte Wochenlesung - Wa´era "und ich erschien"

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16.01.2024, 19:12

Teil 2

In allem, was wir gelesen haben, lernen wir immer besser, das GOTT sehr genau weiss, was ER an Gaben in uns platziert hat und dass ER unsere Charakterzüge sehr wohl kennt, wie auch die Umstände, in die er uns...   mehr


12.01.2024, 17:16

2. Mose 6,2 – 9,35; ;  Hesekiel 28:25 - 29:21; Psalm 55+56+57; 2.Sam 9-20; 1.Kor 1-5; Offenbarung 15:1–16:20

„Und YHWH redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin YHWH und ich bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der mächtige Elohim, aber mit meinem Namen YHWH habe ich ihnen nicht offenbart.“ (2. Mose...   mehr




Dreizehnte Wochenlesung - Shemot

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09.01.2024, 18:01

Teil 2

Holen wir uns in Erinnerung, dass die Nachkommen Jakobs nur insgesamt 70 Personen ausmachten, die gemäß zweiter Mose 1,5 nach Goshem kamen. Josef war ja bereits dort. Aber sie hatten sich so enorm vermehrt,...   mehr


07.01.2024, 16:35

2. Mose 1,1 – 6,1; Psalm 110+111+112; 2.Sam 1-8; ; Jesaja 27,6–28,13, 29,22–23; Jeremia 1,1–2,3 ; Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-44; Hebräer 11,23-26; Römer 12,1–21; 2.Thess + Apg 19;

Diese Wochenlesung Shemot hat einige Besonderheiten. Sie verbindet uns mit den anderen Hauptbestandteilen der Tora, indem sie uns mit den Propheten und dem Neuen Testament verknüpft und uns zurück zum Anfang...   mehr




Zwölfte Wochenlesung - Wajechi "und er lebte"

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02.01.2024, 11:19

Teil 2

Kommen wir jetzt noch mal auf die Vaterrolle und damit zu Jakob zurück. Ein interessanter Satz von ihm, gerade in Bezug auf seinen Tod war, dass er sicher stellen wollte, dass seine Knochen nicht in einem...   mehr


29.12.2023, 18:58

1.Mose 47,28 – 50,26; 1.Thess. … ; Psalm 52+53+54; 1.Sam 21-31; 1 Könige 2,1–12; 1. Pet. 1,3-9; Joh. 10,1–21;

Im der letzten Jahresparaschazyklus, der im Buch „Vitamine für die Woche“ festgehalten ist, lesen wir zu dieser Wochenlesung schon sehr viel Interessantes. Zuletzt wurde erzählt, dass Josef seine Brüder und...   mehr




Elfte Wochenlesung - Vayigash "und er kam nahe/trat heran"

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26.12.2023, 23:15

Teil 2

Wir können also schon erahnen, dass die verschiedenen Geschichten aus dieser Wochenlesung zusammenhängen. Obwohl sie so unterschiedlich scheinen, ergänzen sie sich doch. Wir haben uns im ersten Teil diesmal...   mehr


22.12.2023, 06:43

1. Mose 44,18—47,27; Psalm 116+117+118; 1.Sam. 11-20; Hesekiel 37,15-28; Eph. 2,1–22; Apg. 16-18; Joh. 5,1-47

Diese Wochenlesung zeigt uns wieder einige neue Facetten in der Geschichte Israels und speziell Josefs und seinen Brüdern. Wir lesen darüber, wie Juda aufsteht und seinen kleinen Bruder Benjamin...   mehr




Zehnte Wochenlesung - Mikez " Am Ende"

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19.12.2023, 16:13

Teil2

Bleiben wir weiter bei Josef, dem Vorschatten auf Yeshua, wenn auch mit vielen Parallelen und doch bei weitem nicht gleich. Aber die Tatsache, dass Josef, unerwartet und plötzlich, innerhalb eines Tages...   mehr


14.12.2023, 16:34

1. Mose 41, 1 – 44,17; 4.Mose 28,9 – 15+ 7,42-47 ; 1.Könige 3,15-4,1; Psalm 108+109; 1.Sam 1-10; Sacharja 2,10-4,7; Johannes 1,1-18+ 10,22-28; Lukas 24, 13-29.

Letzten Jahr haben wir für diesen Parashakreislauf schon sehr viel Punkte gefunden. Nachlesen ist empfehlenswert. Also lernen wir, dass das Licht der Torah, der 5 Bücher Mose, vor allem auch in seinen...   mehr




Neunte Wochenlesung - Vayeshev "und er ließ sich nieder/ er lebte/ wohnte"

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12.12.2023, 06:34

Teil 2

Bevor wir nochmals mit Josef weitermachen, einen kurzen Hinweis auf Juda. Juda hatte letztlich das Leben von Josef gerettet. Aber da dieser dann doch in die Sklaverei verkauft war, hat er sein zu Hause...   mehr


07.12.2023, 21:06

1.Mose 37,1–40,23; Amos 2,6–3,8; Psalm 106+107, Ruth 1-4; Apg. 7,9-16; Römer 8,18–39; Jakobus 3-12

Ich empfehle zuerst die Wochenlesung von letztem Jahr zu lesen, weil hier schon einiges ausgeführt ist. Zu finden im Buch „Vitamine fürs Jahr“ (in meinem Verlag), als Voraussetzung für die aktuelle Parasha,...   mehr




Achte Wochenlesung - Vayeslach

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05.12.2023, 16:46

Teil 2

Im zweiten Teil wollen wir noch ein wenig mit der sich nur sehr langsam erkennbaren Veränderung des Charakters Jakobs, nach dem Ringen mit dem Engel des Herrn, befassen. Denn das hat für uns heute noch...   mehr


02.12.2023, 10:21

1. Mose 32,4-36,43; Obadja 1,1-21; Matthäus 2,13-23

In dieser Wochenlesung haben wir vor allem mit zwei grossen Bereichen zu tun. Die Überquerung des Jakob vom kleinen Fluss Jabokk, um seinem Bruder Esau zu treffen und damit die Begegnung von Jakob und Esau,...   mehr




Siebte Wochenlesung - Vayera "und er zog aus"

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28.11.2023, 10:41

Teil 2

In Teil 2 werden wir uns erneut mit der Kraft von Träumen beschäftigen. Über die Jakobsleiter haben wir ja schon etwas lesen können. Wenn Gott Träume nutzt, um uns Nachrichten zu übermitteln, gibt es...   mehr


24.11.2023, 15:22

Wajeze „Und er zog aus“: 1.Mose 28,10 – 32,3; Apg. 6-10; Psalm 119,1-88; Richter 1-9¸ Hosea 12,13 – 14,10; Psalm 119,1-88; Johannes 1,43-51; Epheser 4,1–32

Schon im letzten Jahr konnten wir in dieser Wochenlesung einiges über Jakob erfahren, der mit Josef zusammen, die Hauptperson in dieser Parascha sind. Jakob wird während seines Lebens von einem sehr unreifen...   mehr




Sechste Wochenlesung - Toldot "Generationen/Geschlechter"

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22.11.2023, 17:27

Teil 2

Weil wir uns nun schon mit einigen Ehen beschäftigt haben, machen wir diesbezüglich auch eine Art Abschluss und gehen erst im nächsten Kreislauf wieder auf die (dienende) Verwalterschaft ein. Ehe und der...   mehr


19.11.2023, 10:50

1.Mose 25,19 – 28,9; Josua 13-24; Maleachi 1,1–2,7; Römer 9,6–29; Hebräer 12,14-17; Psalm 1+2+5; Apg. 1-5;

Toldot, Geschlechter oder auch Generationen. Ein ganz wichtiges Prinzip Gottes. ER nennt sich bewusst und bestimmt: „der Gott Abraham, Isaaks und Jakobs“, also der Gott der drei Generationen. Wir haben in...   mehr




Fünfte Wochenlesung - Chaje Sara "Das Leben Saras"

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17.11.2023, 07:21

Teil 2

Im zweiten Teil möchte ich noch mehr auf die Aussage Abrahams, dass er ein Fremder in diesem Land wäre, eingehen. Denn es betrifft auch uns. Wir sind ja auch NICHT von dieser Erde, sondern leben nur AUF dieser...   mehr


11.11.2023, 17:00

1.Mose 23,1 – 25,18; Psalm 22+40+41; Josua 1-12; 1 Könige 1:1–31; 1.Petrus 3:1–7; Matthäus 8:19-22; Lukas 9:57-62 + 21-24.

In dieser Wochenlesung geht es um das Leben Sarahs, „Chaje Sarah“. Wir haben letztes Jahr schon einiges, speziell über Sarah, lesen dürfen. Es startet mit 1. Mose 23.1 … “und das Leben von Sarah…“ Aber auch...   mehr




Vierte Wochenlesung - Wajera "...und es erschien"


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07.11.2023

Teil 2

Kommen wir nun zu den Frauen in dieser Wochenlesung.
Wir haben Sarah und Hagar.
Nehmen wir als erstes Sarah.
Die persönliche und psychologische Betrachtung des Lebens von Sarah und dem auf der intellektuellen partnerschaftlichen Ebene mit Abraham erlebten Tragödien, die eben auch die Seele und das Verhalten Sarah‘s sicherlich tief prägten, ist eine Seite.
Aber selten können wir erkennen, dass das Leben Sarah’s und das der shulamitischen Frau sehr viel Parallelen hat.
Auch wenn sie einige Jahre auseinander liegen.
Sarah war eine Frau von grosser Schönheit und hatte auch eine Position der Stärke als Ehefrau Abrahams.
Sie hatte sehr wohl Rückgrat und Mut, um sich mit ihrem Mann auf so eine Reise zu begeben und ihrem Mann auch soweit zu vertrauen, dass man über ganz fremdes Territorium und lange Zeit unterwegs ist.
Wir können sogar teilweise sehen, dass sie Abraham in seinen Abenteuern unterstützte.
Die shulamitische Frau in ähnlicher Weise.
Sie konnte unterscheiden, dass Elisha ein Prophet war und hatte den Mut, ihren Mann zu fragen, ob er diesem Fremden Gastfreundschaft gewähren würde und später sogar ein Dachzimmer ausbauen.
Er durfte dort immer bleiben, wenn er vorbeikam.
Sarah wurde einem fremden heidnischen König durch Abraham als seine Schwester statt seine Ehefrau präsentiert.
Dadurch kam sie in die schon erwähnte tief emotionale Krise, dass sie bei einem Fremden bleiben musste, ohne schon wissen zu können, was alles passieren würde.
Gerade beim Pharao wird nicht explizit erwähnt, dass dieser sich ihr als Frau im Harem nicht auch näherte.
Das kommt erst im zweiten Fall.
Aber in beiden Fällen lesen wir, dass sich Sarah diesen Herausforderungen und Vorgaben stellte.
Ohne zu klagen und zu jammern.
Die shulamitische Frau war unfruchtbar, was für die damalige Zeit wirklich ein Stigma war.
Zudem kommt auch noch die Freude für eine Frau, ein Kind zu haben.
Sie diente Elisha ohne anfangs irgendeine Belohnung zu erwarten.
Sie diente ihm, ohne dass sie für einen eigenen Vorteil, den ein Prophet sehr wohl in der Lage war zu geben, schon anfangs bat (2. Könige 4,12 bis 13).
Und genau daher bekam sie ja auch dann eine Verheissung und Belohnung. Es war nicht ihre ursprüngliche Intention.
Sarah geht durch eine Periode der Ablehnung, indem sie bei fremden Männern im Haus mit deren anderen Frauen leben musste.
Wir können uns also gar nicht vorstellen, welche emotionalen Schmerzen, Ängste und Stress Sarah ausgesetzt war.
Daß das Ganze tiefe Depressionen auslösen kann oder auch Spätfolgen hatte, ist sogar sehr wahrscheinlich.
Und dass das Vertrauen in ihren Mann einen tiefen Riss oder gar eine Spaltung bekam, ist auch recht logisch.
Die shulamitishe Frau dagegen hatte ebenfalls einen Art von Wertlosigkeit, wie Sie Sarah aus dem Verhalten ihres Mannes auch erlebte.
Aber durch ihre Umgebung und ihre Unfruchtbarkeit.
Als der Sohn dann starb, ist sie sicherlich auch in eine genauso tiefe Depression gefallen, wie Sarah. (2. Könige 4,28)
Und dann lesen wir, dass Sarahs Ehre wiederhergestellt wurde und der König sogar noch Silber obendrauf packte, um ihr damit eine ganz besondere Wertstellung bescheinigte. (1. Mose 20,16).
Der Ruf der shulamitischen Frau wurde ebenfalls wieder hergestellt, als sie dann aus der Unfruchtbarkeit doch einen Sohn empfing.

Zusammenfassend können wir also sagen, dass sowohl Sarah, als auch die shulamitische Frau, beide den Tod ihres einzigen Sohnes erfahren mussten.
Ein Sohn, der eigentlich nicht nur eine Segnung nach einer langen Zeit der Unfruchtbarkeit war, sondern auch ein Sohn der Verheissung, an dem die weiteren Entwicklungen eines Familienstammbaumes hängen würden.
Und beide waren sehr alt.
Und in beiden Fällen wurde der Sohn von den Toten auferweckt.
Für uns heute können wir also einige Lektionen aus diesen zwei Geschichten ableiten.
Und das sind dieselben, wie sie Abraham auch hatte.
Wir werden Bedrängnissen, Prüfungen und Tests unterzogen und erleben diese
2. Wir Können und dürfen aber auch eine Belohnung, schon hier auf Erden, deswegen erwarten.
Wie auch ein geistiges Erbe.
Sarah bekam irdisch z.B 1000 Silberstücke.
Aber unsere Belohnung im Himmel wird noch viel grösser sein.
Göttliche Frauen müssen ebenfalls durch Härten und Prüfungen gehen, um ein Erbe zu hinterlassen.
Sarah musste sehr schwer leiden.
Sie wurde mehrfach wie ein Möbelstück herumgeschubst und herumgeschoben, wie ihr Ehemann gerade glaubte mit ihr umgehen zu müssen oder eventuell sogar meinte, dass Gott es so wollte.
Über lange Zeit blieb sie zu dem unfruchtbar.
Sie machte schwere Fehler mit ihrer Dienerin Hagar, die dann schwanger wurde.
Aber dann kam doch irgendwann die Zeit, die Morgenröte für Sarah.
Ihre göttliche Zeit war gekommen und die Prophetie wurde umgesetzt.
Der verheissene Sohn des Bundes wurde gezeugt und geboren. Ursprünglich lachte sie aus Unglaube und dann durfte sie lachen aus Freude. Auch in Prüfungen und Härte lachte Sie, was uns zum Vorbild dienen sollte.
Die meisten von uns sind verängstigt und besorgt über die Art und Weise, welche Bedrängnisse und Schwierigkeiten uns noch erwarten.
Aber das Vorbild Sarahs zu lachen, sollten wir lernen.
Sie denkt, dass es unmöglich wäre, solch ein Wunder in diesem späten Alter noch zu empfangen.
Lachen erleichtert aber auch unsere innere Spannung.
Bevor wir aber lernen zu lachen, haben wir häufig erst einmal Situationen der Demütigung.
Eigentlich soll Ehe ja von Einheit, eins sein und Bund geprägt sein.
Und doch sehen wir anhand Abrahams Verhalten mit Sarah und Abimelech, daß genau das schon recht früh gebrochen wurde.
Sie wurde Scham und Demütigung ausgesetzt.
Und das, obwohl sie doch eigentlich tatsächlich die Position der Ehefrau inne hatte. Was wäre bei uns, wenn wir innerhalb oder vor einer Ehe stehen würden und das Thema Glauben und Vertrauen in den Partner intensiv besprochen und erlebt wird. Was würde mir geschehen, wenn mich mein Ehepartner einfach mal solchen Demütigungen wegen seines Rufes, seiner Position, seines Lebens aussetzt, was letztlich dieses Weggeben ja auch bedeutet.
Würden wir nicht auch über tiefsten Vertrauensverlust oder Bruch von Vertrauen leiden?
Wenn so etwas tatsächlich auch geschehen würde, muss das Vertrauen im Anschluss wiederhergestellt werden.
Ein schwieriger Prozess.
Wenn Gott hier nicht einschreitet, werden wir enorm große Schwierigkeiten in der Fortführung unserer Partnerschaft haben.
Sarah musste auch große Demütigung erleiden, als sie die Folgen ihres eigenen Fehlers, Hagar in die Arme Abrahams zu geben, dann durch deren Sohn und dessen und Hagers Verhalten ertragen musste.
Das sind doch wirklich keine Gründe zu lachen oder?
Zu diesem Thema gebe es noch sicherlich einiges zu sagen, aber wir wollen uns jetzt auch noch Hagar, wie in der letzten Parashalesung versprochen, zuwenden.
Zuerst erleben wir, wie Abraham und (damals noch) Sarai mit Hagar und Ismael umgegangen sind.
Eine sehr unschöne Geschichte.
In 1. Mose 16, 14 lesen wir, wie Sarai Abram ihre ägyptische Magd Hagar sozusagen ins Bett legte und diese schwanger wurde.
Deshalb achtete Hagar dann ihre Herrin gering.
Jetzt beginnt die psychologische Spirale nach unten.
Daraufhin demütige Sarai Hagar, so dass diese floh, aber zurückkehren musste.
Geht es uns nicht auch manchmal so, dass Mobbing oder ähnliches Verhalten zum Fliehen antreibt?
Wir können es nicht mehr aushalten.
Und in diesem Fall musste Hagar dann mit Ismael das Haus verlassen.
Wir müssen uns noch einen sehr wichtigen Punkt näher anschauen.
Die eigentliche Nationalität von Hagar, was im Übrigen im hebr. mit den drei Konsonanten H,G,R= auch aus der Wurzel GER, das die „Fremde(r) heisst.
Hagar war ureigentlich Ägypterin, eine Sklavin, voll okkultem Hintergrund, mit jeder Menge Götter.
Jetzt schauen wir uns den Kontext der Geschichte an.
Als Abram von YHWH einen Sohn verheißen bekam, hat Ihm YHWH ebenfalls vorhergesagt, dass seine Nachkommen Fremdlinge in einem Land sein werden, das nicht das ihre ist und dass man sie zu dienen zwingen wird, 400 Jahre lang. (vgl. 1. Mose 15, 13).
Wir nennen das auch Unterdrückung und Sklaverei für Israel in dem Land Ägypten. Dort würden die Nachkommen von Abraham Sklaven in einem fremden Haushalt sein.
Aber so wie die Nachkommen Abrahams in Ägypten Fremde und später dieses Los zuteilwurde, ist die Demütigung Hagars durch Sarai schon im (1. Mose 16,6), mit dem hebräischen Wort „anah“, das Gott nutzte, als er das Schicksal der Nachkommen Abrams benannte: „Man wird sie plagen „anah“ vierhundert Jahre.“ (1. Mose 15, 13)
Da die Uneinigkeit, der Streit, Zank, Zwist, Missgunst im Hause nicht aufhörte, ging die traurige Geschichte einfach so negativ weiter, dass Sara in ihrer „Ehefrau und nun auch Mutterposition“ deutlich wurde und zu Abraham sprach: „Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn …“ (1. Mose 21, 10)
Jetzt haben wir eine sehr schwierige Situation für Abraham, dem Ismael als sein eigen Fleisch und Blut ans Herz gewachsen war.
Er hatte die ganzen Dispute natürlich mitbekommen ABER er war nicht eingeschritten, hatte weder geschlichtet noch Rahmenbedingungen etc. vorgegeben. Das war nun die Folge SEINER Inkonsequenz.
Hagar und Ismael mussten nun sogar mit Gottes eigener Zustimmung in die Wüste.
Dort befinden sich die Araber und Feinde Israels immer noch.
Dennoch bewahrte JHWH beide, indem er Hagar ( also wieder eine Frau, aber diesmal von mittlerweile feindlicher Seite) die Augen öffnete und sie Wasser fand und damit überlebte.
Und als Hagar ihre Augen öffnet, sieht sie einen Wasserbrunnen und setzte dadurch ihre Reise durch die Wüste fort.
Wir haben aber noch eine andere Parallele als nur die Sklaverei von Israel und der Ägypterin Hagar, die Sklavin, die den Sklavenstand durch die Vertreibung in der Wüste verlassen konnte ABER erst noch eine ganze Weile in der Wüste herumwanderte.
Das Wort Wüste hier ist das gleiche hebr. Wort Wüste = Barmidar, das auch der Pharao benutzte, als er über die Israeliten sagte: Sie haben sich verirrt im Lande: Die Wüste hat sie eingeschlossen.“ (2. Mose 14, 3 + Lesungen in 2.Mose)
Das nächste Drama war die „Wasserkrise“: „Als nun das Wasser in dem Schlauch ausgegangen war, …“ (1. Mose 21, 15).
Genau das widerfuhr auch dem Volk der Israeliten, als sie dann aus „Ägypten flohen“.
Sie hatten kein Wasser mehr.
Zuerst bei Hagar wie dann bei Israel errettete Gott beide. Ohne Unterschied. Das war Erlösung. Und nun warten wir erneut – gerade auch für die aktuelle Situation Israels im Krieg mit den Palästinensern und der Hamas – die Erlösung!!
Eine weitere Parallele:
Als Hagar weggeschickt wurde, legte Abraham ihr Brot auf die Schultern. (1. Mose 21, 14)
Als Israel die Sklaverei Ägyptens verliess, lesen wir „und das Volk trug den rohen Teig, ehe er durchsäuert war, in Backschüsseln in ihre Mäntel gewickelt, auf ihren Schultern.“ (2. Mose 12, 34)
Gilt die Geschichte mit Hagar somit vielleicht über den Exodus hinaus und weist auch auf das Ende hin?
In Off. 12,6 lesen wir ebenfalls von einer Frau, die in die Wüste flieht. DIE BRAUT -
„Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Elohim, dass sie dort ernährt werde, tausendzweihundertsechzig Tage.“ (Off. 12,6)

Aber bevor die Braut zur Braut wird, sich zurüstet und zurüsten lässt, geschieht schon noch einiges.
Flecken und Runzeln wischt man nicht nur einfach weg.
Wir müssen sie bei uns selbst erst einmal erkennen und auch die Werkzeuge haben, sie von unserem geistigen Kleid zu entfernen.
Verfolgung, Ausgrenzung, Ablehnung ist schmerzhaft.
Wir müssen uns dringendst mit unseren Ängsten und Anderem, vor allem auch seelischen wie auch geistigen Problemen, beschäftigen, um die Aufgaben, die vor uns liegen, auch bewältigen zu können



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Dritte Wochenlesung - Lech Lecha "Geh hin-Geh für dich"

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28.10.2023, 13:43

1.Mose 12,1–17,27; Jesaja 40,27–41,16; Johannes 8,51-58; Kolosser 2,11-15; Hebräer 7,1-19; 11,8-12; Matthäus 1,1–17

Über den Mann Abraham, um den es hauptsächlich in dieser Wochenlesung geht, gibt es sehr viel zu sagen. Schon in der letzten Jahresreise haben wir uns auch mit seiner Ehe und seinem Verrat an Sarah und dessen...   mehr




Zweite Wochenlesung - Noach "Noah/Ruhe"

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23.10.2023, 09:22

. Mose 6:9–11:32; Psalm 104+105; Hiob 11-21Isaiah 54:1–55:5+ 66,1-24; Lukas 1:5–10+ 17,20—27

In dieser zweiten Wochenlesung haben wir es mit Noah zu tun. “Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. (1. Mose 6:9) Eine...   mehr




Bereshit - "Im Anfang"

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18.10.2023, 09:51

Teil 2

In der Zusammenfassung haben wir es in dieser ersten Woche der Jahreskreislauf-Paraschalesung auch mit der Verwalterschaft oder mit der dienenden Leidenschaft zu tun. Immerhin hatte der erste Adam diese...   mehr


16.10.2023, 17:47

1. Mose 1,1-6,8 Jesaja 42,5-43,10; Matthäus 1:1-17; Offenbarung 1:1-5; 22:1-21 Johannes 1,1-17

Wir beginnen einen neuen Lesekreislauf für 2024/25 oder 5784 im Hebräischen.
Jedes Parascha- oder Lesejahr beginnt mit dem ersten Buch Mose oder Genesis, Kapitel 1 „Bereshit“.
Wir werden dieses Mal ein...

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