fire and flame

Verlag, Seminare und interreligiöser Austausch



Parashas – biblische Wochenlesungen

EINFÜHRUNG

In der Tora, den fünf Büchern Mose, die wichtigsten Bücher des AT (zusammen mit den Propheten)  für die Juden, genauso wie für die Christen in der Bibel, als die Gesamtheit von Altem und Neuen Testament, gibt es sehr viel zu lernen. Es sind nicht nur spannende Geschichten und inhaltsreiche Briefe, sondern es sind sehr viele Schlüssel und Prinzipien in diesen verschiedenen einzelnen Büchern der gesamten Bibel verborgen.

Viel Freude somit bei diesen wöchentlichen Gedanken !!!

Nach Sukkot also im Oktober  beginnt ein neuer Jahreskreislauf der Parashalesung

DIE PARASHAS DES BIBLISCHEN KREISLAUFS 
2022 BIS 2023 FINDEN SIE HIER!
 

oder als Druckausgabe in unseren Buchshop

Neunzehnte Wochenlesung - Terumah "Hebeopfer"

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16.02.2024, 16:32

2.Mose 25,1–27,19; 2.Kor.10-13; Psalm 6+38+51; 2.Kö.1-13; 1.Kö.5,26-6,13; Matthäus 12,46-13,58; Hebräer 8,1-6, 9,1-28+10,1

Das Wort „Terumah“ als Titel dieser Parasha heißt im hebräischen „geben, spenden, einlegen, mitwirken“. Diese Gabe des „Gebens und Mitwirkens“ ist ein sehr wichtiges und sehr großes Ding, weil es generell das...   mehr




Achtzehnte Wochenlesung - Mischpatim "Rechtsordnung"

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12.02.2024, 10:08

2. Mose 21,1-24,18; 2. Könige 12,1-17; Jeremia 34,8-22; and Matthäus 5,38-42; Markus 7,1-23; Apg 23,1-11 and Hebräer 10,28-39. Lukas 7,1-8,3; Kol. 3,1–25

Wir haben über Mischpatim, also Gesetzesordnungen und viele andere Bedeutungen dazu, im letzten Jahr ausführlich gesprochen. Die entsprechende Wortbedeutung und vieles mehr könnt ihr auf der Webseite oder in...   mehr




Siebtzehnte Wochenlesung - Yitro (Jethro)

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02.02.2024, 21:16

2. Mose 18,1–20,3; Jes. 6,1–13,6; 9,5–6; 1.Kö. 12-25; Psalm 66+67+68; 1. Joh. 5,1–11; 2.Kor 1-5; Matthäus 6,1-8,1

Auch zu dieser Woche könnt ihr im Vitamine Buch bereits die vielen Impulse vom letzten Jahr nachlesen. Dieses Jahr wollen wir uns weiter mit dem Verhältnis Mose mit Jitro, dem Ruf Gottes an Mose hinauf auf...   mehr




Sechzehnte Wochenlesung - Beschalach "Als er ziehen ließ"

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26.01.2024, 19:13

2. Mose 13,17-17,16; Richter 4,4–5,13; Lukas 2,22-24; 1.Korinther 10,1-13; Offenbarung 15,1-4. Matthäus 5,1-48; 2. Petr. 1

Schon im letzten Jahr konnten wir einiges über den Pharao, seinen Zorn nachdem die Israeliten geflohen waren, lesen. Immerhin hatte er gerade zehn Plagen durchlaufen, seinen ältesten, also erstgeborenen Sohn...   mehr




Fünfzehnte Wochenlesung - Parasha Bo "Komm"

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22.01.2024, 18:00

Teil 2

Israel ist, im rechtlichen und tatsächlichen Sinn, nicht die erstgeborene Nation in der Welt. Es gab schon lange vorher andere Nationen. Aber diese Nation ist von YHWH ins Leben gerufen worden, damit die...   mehr


18.01.2024, 18:48

2. Mose 10,1 – 13,16; Jeremia 46,13–28; Psalm 58+59+60+61; 2.Sam 21-24; Joh. 19,31-37; 1.Kor 6-10; Offenbarung 9,1–21+ 16,1-21.

Im letzten Parascha oder Wochenlesungskreislauf gab es für die 15te Woche schon viel zu lesen und zu erkennen. Die letzte Woche hatten wir mit einer erstaunlichen Frage abgeschlossen. Es ging um den freien...   mehr




Vierzehnte Wochenlesung - Wa´era "und ich erschien"

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16.01.2024, 19:12

Teil 2

In allem, was wir gelesen haben, lernen wir immer besser, das GOTT sehr genau weiss, was ER an Gaben in uns platziert hat und dass ER unsere Charakterzüge sehr wohl kennt, wie auch die Umstände, in die er uns...   mehr


12.01.2024, 17:16

2. Mose 6,2 – 9,35; ;  Hesekiel 28:25 - 29:21; Psalm 55+56+57; 2.Sam 9-20; 1.Kor 1-5; Offenbarung 15:1–16:20

„Und YHWH redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin YHWH und ich bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der mächtige Elohim, aber mit meinem Namen YHWH habe ich ihnen nicht offenbart.“ (2. Mose...   mehr




Dreizehnte Wochenlesung - Shemot

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09.01.2024, 18:01

Teil 2

Holen wir uns in Erinnerung, dass die Nachkommen Jakobs nur insgesamt 70 Personen ausmachten, die gemäß zweiter Mose 1,5 nach Goshem kamen. Josef war ja bereits dort. Aber sie hatten sich so enorm vermehrt,...   mehr


07.01.2024, 16:35

2. Mose 1,1 – 6,1; Psalm 110+111+112; 2.Sam 1-8; ; Jesaja 27,6–28,13, 29,22–23; Jeremia 1,1–2,3 ; Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-44; Hebräer 11,23-26; Römer 12,1–21; 2.Thess + Apg 19;

Diese Wochenlesung Shemot hat einige Besonderheiten. Sie verbindet uns mit den anderen Hauptbestandteilen der Tora, indem sie uns mit den Propheten und dem Neuen Testament verknüpft und uns zurück zum Anfang...   mehr




Zwölfte Wochenlesung - Wajechi "und er lebte"

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02.01.2024, 11:19

Teil 2

Kommen wir jetzt noch mal auf die Vaterrolle und damit zu Jakob zurück. Ein interessanter Satz von ihm, gerade in Bezug auf seinen Tod war, dass er sicher stellen wollte, dass seine Knochen nicht in einem...   mehr


29.12.2023, 18:58

1.Mose 47,28 – 50,26; 1.Thess. … ; Psalm 52+53+54; 1.Sam 21-31; 1 Könige 2,1–12; 1. Pet. 1,3-9; Joh. 10,1–21;

Im der letzten Jahresparaschazyklus, der im Buch „Vitamine für die Woche“ festgehalten ist, lesen wir zu dieser Wochenlesung schon sehr viel Interessantes. Zuletzt wurde erzählt, dass Josef seine Brüder und...   mehr




Elfte Wochenlesung - Vayigash "und er kam nahe/trat heran"

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26.12.2023, 23:15

Teil 2

Wir können also schon erahnen, dass die verschiedenen Geschichten aus dieser Wochenlesung zusammenhängen. Obwohl sie so unterschiedlich scheinen, ergänzen sie sich doch. Wir haben uns im ersten Teil diesmal...   mehr


22.12.2023, 06:43

1. Mose 44,18—47,27; Psalm 116+117+118; 1.Sam. 11-20; Hesekiel 37,15-28; Eph. 2,1–22; Apg. 16-18; Joh. 5,1-47

Diese Wochenlesung zeigt uns wieder einige neue Facetten in der Geschichte Israels und speziell Josefs und seinen Brüdern. Wir lesen darüber, wie Juda aufsteht und seinen kleinen Bruder Benjamin...   mehr




Zehnte Wochenlesung - Mikez " Am Ende"

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19.12.2023, 16:13

Teil2

Bleiben wir weiter bei Josef, dem Vorschatten auf Yeshua, wenn auch mit vielen Parallelen und doch bei weitem nicht gleich. Aber die Tatsache, dass Josef, unerwartet und plötzlich, innerhalb eines Tages...   mehr


14.12.2023, 16:34

1. Mose 41, 1 – 44,17; 4.Mose 28,9 – 15+ 7,42-47 ; 1.Könige 3,15-4,1; Psalm 108+109; 1.Sam 1-10; Sacharja 2,10-4,7; Johannes 1,1-18+ 10,22-28; Lukas 24, 13-29.

Letzten Jahr haben wir für diesen Parashakreislauf schon sehr viel Punkte gefunden. Nachlesen ist empfehlenswert. Also lernen wir, dass das Licht der Torah, der 5 Bücher Mose, vor allem auch in seinen...   mehr




Neunte Wochenlesung - Vayeshev "und er ließ sich nieder/ er lebte/ wohnte"

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12.12.2023, 06:34

Teil 2

Bevor wir nochmals mit Josef weitermachen, einen kurzen Hinweis auf Juda. Juda hatte letztlich das Leben von Josef gerettet. Aber da dieser dann doch in die Sklaverei verkauft war, hat er sein zu Hause...   mehr


07.12.2023, 21:06

1.Mose 37,1–40,23; Amos 2,6–3,8; Psalm 106+107, Ruth 1-4; Apg. 7,9-16; Römer 8,18–39; Jakobus 3-12

Ich empfehle zuerst die Wochenlesung von letztem Jahr zu lesen, weil hier schon einiges ausgeführt ist. Zu finden im Buch „Vitamine fürs Jahr“ (in meinem Verlag), als Voraussetzung für die aktuelle Parasha,...   mehr




Achte Wochenlesung - Vayeslach

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05.12.2023, 16:46

Teil 2

Im zweiten Teil wollen wir noch ein wenig mit der sich nur sehr langsam erkennbaren Veränderung des Charakters Jakobs, nach dem Ringen mit dem Engel des Herrn, befassen. Denn das hat für uns heute noch...   mehr


02.12.2023, 10:21

1. Mose 32,4-36,43; Obadja 1,1-21; Matthäus 2,13-23

In dieser Wochenlesung haben wir vor allem mit zwei grossen Bereichen zu tun. Die Überquerung des Jakob vom kleinen Fluss Jabokk, um seinem Bruder Esau zu treffen und damit die Begegnung von Jakob und Esau,...   mehr




Siebte Wochenlesung - Vayera "und er zog aus"

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28.11.2023, 10:41

Teil 2

In Teil 2 werden wir uns erneut mit der Kraft von Träumen beschäftigen. Über die Jakobsleiter haben wir ja schon etwas lesen können. Wenn Gott Träume nutzt, um uns Nachrichten zu übermitteln, gibt es...   mehr


24.11.2023, 15:22

Wajeze „Und er zog aus“: 1.Mose 28,10 – 32,3; Apg. 6-10; Psalm 119,1-88; Richter 1-9¸ Hosea 12,13 – 14,10; Psalm 119,1-88; Johannes 1,43-51; Epheser 4,1–32

Schon im letzten Jahr konnten wir in dieser Wochenlesung einiges über Jakob erfahren, der mit Josef zusammen, die Hauptperson in dieser Parascha sind. Jakob wird während seines Lebens von einem sehr unreifen...   mehr




Sechste Wochenlesung - Toldot "Generationen/Geschlechter"


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19.11.2023

1.Mose 25,19 – 28,9; Josua 13-24; Maleachi 1,1–2,7; Römer 9,6–29; Hebräer 12,14-17; Psalm 1+2+5; Apg. 1-5;

Toldot, Geschlechter oder auch Generationen.
Ein ganz wichtiges Prinzip Gottes.
ER nennt sich bewusst und bestimmt: „der Gott Abraham, Isaaks und Jakobs“, also der Gott der drei Generationen.
Wir haben in der letzten Parascha einiges über Abraham gelernt.
Vor allem im Teil 2. Dass wir Fremdlinge im Land sein, und eigentlich auch bleiben sollen.
Dieser Gedanke der nicht dauerhaften Sesshaftigkeit hier auf dieser Erde ist natürlich durch Geburt und Tod zeitlich begrenzt.
Aber es ist bei uns Menschen noch nicht wirklich durchgedrungen, was es heißt nicht wirklich sesshaft und dauerhaft bequem zu sein.
Wir sind es in den heutigen gesellschaftlichen Nationen absolut nicht mehr gewöhnt durch die Lande zu ziehen.
Wir wollen wirklich in unserer Umgebung bleiben.
Bei alten Traditionen, und den gewohnten Weg weitergehen.
Sicherlich es gibt Erneuerungen.
Wir gehen in einer neuen technischen Welt z.B. voran.
Aber das doch möglichst in heimischer Umgebung.
Ein Nest, ein Zuhause ist das, wonach der Mensch von innen her strebt. Zugehörigkeit und das möglichst ortsgebunden. Das ist unsere Mentalität heute.
Ein ganz wichtiger Aspekt in der Psyche des Menschen.
Aber genau diese Aspekte der Sesshaftigkeit vertragen sich überhaupt nicht mit dem immer wieder aufbrechenden Gott, der wie eine Wolke dem damaligen Wüstenvolk Israel in der Wüste voranging.
Immer, wenn sich die Wolke erhob ist auch das gesamte Volk aufgebrochen und hat sich wieder niedergelassen, wenn sich ihr Schutz, der am Tag die Wolke und in der Nacht die Feuersäule war, niederließ.
In dieser Parascha erfahren wir über den Wunsch des Vaters, nicht nur eine Generation zu segnen und zu unterrichten.
Er investiert bereits in die nächste Generation, um Sein Wort und Segen zu etablieren.
Wir haben als seine Botschafter die Verantwortung, die nächste Generation zu unterrichten und sie zu schulen, damit sie Gott Vater folgen und Sein Königreich errichten.

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und übertragen das, was wir gerade von Abraham gelesen haben, auf die drei Brunnengeschichten Isaaks.
Wir haben über Isaak bei weitem nicht so viel wie bei Abraham und Jakob zu lesen. Und doch gibt es einiges, über seine Begegnung mit Rebecca, seine Begegnung mit Esau, das Wohnen in Philisterland und der Streit um die Brunnen, als die Herden von Isaak immer größer wurden.
Letztlich war Abimelech sogar gezwungen ihn zu bitten weiterzuziehen, weil er und seine Herden einfach zu groß geworden waren.
Aber es ging mal wieder um Futterneid, Eifersucht und Habgier, was wir ja auch beim Philisterfluch so deutlich zu sehen bekommen.
Nur den Aspekt, der eigentlich dahinter liegt, erkennen wir im Allgemeinen nicht.
Wir sehen das Vordergründige, das ist Neid und Eifersucht, die die Hirten Gerar‘s veranlasste, immer wieder die Brunnen von Isaaks Hirten zuzuschütten.
Und damit ihre Versorgung, das Wasser für das Vieh.
Aber das haben wir auch schon bei Jakob, Laban und seinen Söhnen gefunden.

Es zieht sich immer wieder durch die Menschheitsgeschichte, dass wir weiterziehen sollen, weil wir, in gewisser Weise, Fremdlinge, also abgesondert für Gott, in dieser Welt bleiben sollen.
Nur das geht uns aber gar nicht in den Kopf. Geschweige denn ins Herz.
Aber Isaak musste diese Lektionen lernen.
Sie waren ein Geheimnis hinter den ganzen Streitereien, dem Zank und Streit um das Wasser, um Wasserrechte, so wie wir es jetzt mit Israel und Jordanien oder den umliegenden Ländern haben.
Israel sorgt dafür, dass das Wasser wieder zur Verfügung steht, macht es nutzbar, gibt Jordanien von ursprünglich 55 Mio. Liter, nun sogar 110 Mio./Jahr Liter Wasser, für das sie nie etwas tun mussten und doch ist es nicht genug und andere möchten sich immer nur daran bedienen.
Nie ist es genug. Ob es Land oder Wasser ist.
Das haben alle bisherigen Friedensverhandlungen seit 1987 gezeigt.
Man streitet Israel auch immer wieder die Existenzberechtigung ab,
möchte sie gern weiter missbrauchen und ausnutzen, weil Gott sie segnet und Teilhaber von Segen zu sein, ist immer gut.
Die Israeliten arbeite(te)n hart, um das Land und Wasser urbar zu machen und andere möchten gern diesen Segen, den Lohn der Arbeit Israels, nur für sich abschöpfen.
Die Existenzberechtigung für Isaak hing aber tatsächlich auch von seinem Reichtum und seinen Einkommen, von seinem Vieh, ab, das dieses Wasser allerdings zum Leben und Gedeihen brauchte.
So wie wir auch.
Heute sind das andere Güter und vor Allem Wissen, was Israel so interessant macht.
Sie haben den Umschwung, den Übergang von einer reinen Agrarnation zu einer High Tech Nation geschafft. Auch das schafft wieder Neid.
Auch für uns gilt das heute.
Wir glauben und Vertrauen, dass GOTT JHWH sich auch uns erklären wird.
Und wir müssen, genau wie Abraham, diesen Glauben mit der Zeit erst entwickeln.
Abraham musste daher lernen, dass er weiterziehen sollte, je größer er wurde.
Bis er zu ausreichend weiten Land kam.
Die Lektion dahinter ist aber die Bereitschaft, sich gemäß den Anweisungen Gottes auch voran zu bewegen.
Das kann sehr viel unterschiedliche Möglichkeiten haben.
Es kann natürlich sein, dass du an einem Fleck bist, eine Basis, ein Zentrum, ein Zuhause hast, aber in dem was du für Gottes Reich tun sollst, sehr viel unterwegs sein musst.
Nicht für irgendeine große Firma, die dich laufend umziehen lässt, weil sie davon Profit hat, und ein Nachzug mit der Familie problematisch wird, sondern für das Reich Gottes zu arbeiten.
Und das geht immer nur mit der Familie.
Die Familie zieht mit.
Das Vertrauen zwischen den Eheleuten muss so ge- und befestigt sein, dass wenn dann auch die Kinder wegen Schulausbildung vor Ort bleiben müssen, trotzdem Werke gemacht werden können und müssen, um z.B. den Armen oder Kriegsopfern zu helfen.
Ein solches Beispiel finden wir real bei Klaus Derwald, der GAIN, eine Hilfsorganisation gegründet hat, die mittlerweile international tätig ist und genau das umsetzt, was hier oben beschrieben ist.
Wir werden also weiterhin wählen müssen zwischen der weiterziehenden Wolke vs. unserem Drang zu Tradition und Sesshaftigkeit.
Es braucht Vertrauen in der Familie und in der Ehe, um diese Zielsetzung wählen zu können, um den Bedürftigen, Armen, Witwen und Waisen zu helfen.
Unabhängig, durch welche Umstände sie in diese Zustände und Nöte gekommen sind, auszuführen.
Auch das ist Flexibilität.
Flexibilität = immer wieder auf Zuruf Gottes zu arbeiten und sich hingeben zu können. Nicht nach seinen eigenen, festen, konstruierten Plänen, sondern wie Gott dich auch einsetzen möchte.
Solche Entscheidungen können wir nur erkennen und treffen, wenn wir auch Qualitätszeit mit dem HERRN verbringen.
Das muss unsere Topppriorität sein.
Die Grundsatzentscheidung JHWH, der HERR, oder doch lieber die Welt und was dort erwartet und verlangt wird.
Deshalb ist diese Parasha auch für einige so herausfordernd.
Die Fragen, wie meine Beziehung zum HERRN ist, wird für manche herausfordernd sein oder man täuscht sich selbst gern.

Bei Abraham erleben wir das nun einmal als Erstes,
Er musste diese Lektion auch erst lernen und bekam von Gott sogar – wie oben erwähnt - gesagt, dass sie in Ägypten Fremdlinge sein werden.
Für 400 Jahre.
Isaak brauchte ein wenig länger für diese Lektion.
Er wurde immer größer und die Hirten immer neidischer.
So haben die Hirten Geras dann unschöne Methoden erfunden, um diese Quellen, die aber auch den Wohlstand Isaaks ausmachten, zu verschließen.
Erst beim dritten Brunnen hatte Isaak dann den Spruch, durch die Namensgebung geprägt: “Gott hat weites Land gegeben“.
Dieses Land war groß genug um seine große Herde zu beherbergten und weit genug von Abimelech weg, dass es keinen Streit und Zank mehr geben konnte.
Und auch wir heute müssen nach entsprechenden Aufgabenfeldern schauen.
Gott kennt sie.
Er weiß wie es hier weitergeht.
Was natürlich für jeden auch spannend ist, war der Segen Gottes über Isaak, denn er säte in einer ungewöhnlichen Zeit und in jenem Jahr, in dem man eigentlich keine Ernte erwarten würde, wurde durch Gottes Gunst und Segen 100-facher Ertrag möglich.
Wir alle wünschen uns das, aber vergessen, dass wir die Lehrlektion, die davor liegen, also die sogenannten – wenn … dann Bedingungen - auch auszuführen sind. Vor einer solchen Umsetzung/ Ausführung muss ich diese allerdings erst einmal kennen und das ist für jeden sehr unterschiedlich.

Als Isaak seine Lektion gelehrt hatte, baute er ganz wie der Papa, dann auch bei der nächsten Stelle einen Altar.
Davon lesen wir zuvor nichts.
Abrahams Dankbarkeit und Abhängigkeit von Gott war größer.
Er baute bei jedem neuen festen Punkt einen Altar.
Das können wir von Isaak und später auch Jakob in dieser Intensität nicht finden. Wäre aber sicherlich sinnvoll gewesen.
Auch wir sind gerufen in unseren Häusern und Wohnungen Gott einen Altar der Dankbarkeit zu bauen.
Heute sind diese Altäre eher Gebetsecken oder Gebetsräume.
Aber machen wir das überhaupt? Machen wir dafür auch für „den HERRN weiten RAUM“ und füllen diesen mit unseren Gebeten!!!

Schauen wir wegen einiger Prinzipien d.h. Grundsätzlichkeiten nochmals auf Abraham.
Als Sarah zuerst und dann er selbst starb, gab es noch nicht viel von dem, was ihm verheißen worden war, zu sehen.
Erst mit Sarahs Tod konnte er endlich ein kleines Stückchen Land, die Höhle Machpela erwerben.
Es gab gerade mal einen Sohn, aber kaum so viel Nachkommen wie Sterne am Himmel und einiges mehr.
Also was schließen wir daraus?
Das Prinzip der kleinen Anfänge um vom Kleinen ins Größere, um dann ins Große hinein zu kommen, zu wachsen.
Gott vertraut dir immer erst einmal das Kleine an.
Nur, wenn du dich als treu und gehorsam, (auch in der Leiterschaft) nach göttlichen Prinzipien geformt und brauchbar für das Reich Gottes zeigst, gibt ER dir mehr.
Das sehen wir auch am Gleichnis der Talente im NT.
Die Anfänge Abrahams waren so klein, dass sie kaum sichtbar waren.
Aber Abraham war treu, zweifelte nicht, dass YHWHs Verheißungen über seinem Leben zustande kommen würden, auch wenn sie in den Ausmaßen und Umfängen richtig groß prophezeit worden waren.
Genau deshalb, weil sie so gewaltig waren, konnte das Ausmaß des versprochenen Segens nicht auf einmal d.h. von jetzt auf später vor seinen Augen erfüllt sein. (So ist das auch bei unseren Zusagen oder Prophetien)

Abraham legte durch seinen Glauben ein Fundament für die nachfolgenden Generationen, die aber auch unsere mit einschließt.
Wie sieht es da bei uns aus?
Haben wir nicht auch oftmals Verheißungen, die sich scheinbar d.h. zumindest anfangs, auf die Schnelle, nicht erfüllen?
Es ist eine Frage der Zeit, ein „Noch nicht“.
Sind wir bereit, durch unsere Treue und unser Festhalten an Seinen Zusagen, Ihn über unser eigenes Leben hinaus wirken zu lassen, in die nächste Generation hinein?
Die Taten der Väter (und Mütter) sind ein Leitfaden und ein Wegweiser für ihre Nachkommen.
Abraham machte den Anfang.
Er hatte keine Vorläufer.
Er war ein Pionier in dieser Sache und musste sich mit der Hilfe JHWHs seinen geistigen Weg bahnen.
Abraham machte die Erfahrung, Gott/JHWH als Vater erkennen zu dürfen und können.
Und genau das ist immer auch unser Weg.

Ein Prinzip von Geschlechtern oder Generationen ist segnen.
Abraham segnete Isaak, Isaak segnete dann auch Jakob und Jakob begann seine Söhne in 1. Mose 49,1 ebenfalls mit den Worten seines Vaters Isaak zu segnen.
Mit denen dieser aufgehört hatte.
Hier sehen wir wieder generationsübergreifendes Handeln.
Isaak war bestrebt, in den Fußstapfen seines Vaters zu gehen und dessen geistiges Erbe aufrecht zu erhalten.
Obwohl wir nicht so viel über Isaak erfahren, sehen wir, dass er bestrebt war, so zu handeln wie sein Vater.
Abraham musste sein Zuhause verlassen und hatte eine lange Wanderung mit zehn Prüfungen.
Aber von Isaak heißt es nur, dass er säte und erntete – „hundertfältig“.
Dennoch erfahren wir über Isaak, dass dieser seine eigenen Erfahrungen mit dem GOTT seines Vaters machen musste.
Isaak bekam ebenfalls die Verheißung: „Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinen Nachkommen will ich alle diese Länder geben, und will meinen Eid wahr machen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, und will deine Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinen Nachkommen alle diese Länder geben.“ (1. Mose 26,3+4).
Hier haben wir mit der Aussage JHWHs wieder den obigen Anfang und die Schlussfolgerungen, dass wir – wie diese Vorväter des Glaubens damals – Fremde auf dieser Erde sein und bleiben sollten.
Wir entdecken also bei genauem Studium des Wortes, dass wir bis nach dem zweiten Brunnen kein Wort von Jakobs Gott, seinem Elohim, hörten.
Erst danach zog Isaak erneut weiter und grub noch einen anderen Brunnen.
Darüber zankten die Hirten sich nicht mehr.
Darum nannte er ihn „Weiter Raum“ und sprach: Nun hat uns JHWH Raum gemacht, und wir können wachsen im Land.“ (1. Mose 26,22).
Jetzt erwähnt Isaak erstmals JHWH.
Isaak hatte erkennen müssen, wie abhängig er eigentlich von JHWH ist und hatte IHN nun gebeten.
Erst als er seinen „angestammten Platz, sein Gut“ verließ, sich auf die Wanderschaft begab, in Zelten wohnte, und von JHWH abhängig wurde, also anfing im Glauben zu wandeln, eigentlich wie sein Vater Abraham, gab JHWH ihm den Raum zum Wachsen im Lande.
Auch Isaak musste zuerst lernen, Vertrauen zu JHWH/Gott zu haben.
Jede Generation bis heute, muss das selbst tun. Glauben und Vertrauen lernen.
Es werden nur die Grundprinzipien vererbt. Tun muss ich es selbst.
Isaak musste lernen, seine Sicherheit, die so oft Habgier bedingt, durch Gehorsam zu Gott, loszulassen.
Es geht vor allem auch um Sicherheit und das Vertrauen, dass JHWH versorgt.
JHWH Jireh, „der Gott der versorgt“, kennen zu lernen!!
Das war die Veränderung, die in ihm vor sich ging.
Und sobald er ein verändertes Verhalten an den Tag legte, gab es keinen Streit mehr um den Brunnen.
Isaak hatte die Lektion gelernt, weil er sich danach wieder aufmachte und nach Beer Sheba zog (1. Mose 26,23).
Er hielt nicht mehr fest am Land und bestand nicht mehr darauf, sesshaft zu sein.
Isaak hatte gelernt, dass es nicht darum ging, seinen Reichtum für sich an einem Ort zu manifestieren, sondern mit JHWH unterwegs zu sein und dort Station zu machen, wo Er es ihm gebot.
Isaak und Jakob machten somit einige Erfahrungen der indirekten, also für ihn/sie anfangs gar nicht erkennbaren Züchtigungen durch JHWH/Gott, damit sein Leben in unserer seelischen, fleischlichen Art geformt werden konnte.
Wir durchlaufen Erfahrungen gleicher Art.
Die Gesamtheit der Erfahrungen Abrahams, Isaaks und Jakobs stellt die Erfahrungen dar, die wir als Volk JHWHs, und auch ganz persönlich machen sollten.
Auch wir müssen ABBA, El Shaddai, Elohim als den Vater erkennen, der ER ist und für uns sein will.
Leider erkennen das sehr viele nicht, oder wollen es nicht, weil es Veränderung bedeutet, die wir nicht mögen.
Wir möchten, dass der HERR das tut, was wir von IHM wollen und erwarten und sind (ein wenig) rebellisch zu erkennen, dass alles von IHM kommt.
Auch Abraham konnte nicht aus eigener Kraft seinen Sohn zeugen, er musste warten, ausharren, glauben und Isaak dann als ABBA es beschlossen hatte, dass es Zeit war, von IHM empfangen.
Von Isaak lernen wir, dass wir nur das haben, was wir vom Vater (hier Abraham) erben.
Wir erkennen, dass JHWH der Urheber aller Dinge ist, und wir nur das haben, was wir von IHM empfangen.
Aber gleichzeitig gilt, dass wir unser Leben im Fleisch durch den Geist überwinden. Die Erfahrungen Jakobs sind ein Werk des Ruach Ha Kodesch, würden wir heute sagen, der uns als Helfer gegeben wurde.
Isaak und wir heute müssen also zuerst all diese Schritte tun, bevor wir wirklich in Gottes Gegenwart IHN SELBST besser und tiefer kennen lernen können, um auch mehr, also die Fülle von Segen zu bekommen.
Gott ist kein Automat.
Also wie sieht es da bei uns aus?
Sind wir bereit zu so einer Flexibilität?
Können wir uns vorstellen weiter zu ziehen, wenn Gott uns ruft.
Das gewohnte, erarbeitete zu verlassen und darauf zu vertrauen, dass Gott uns erneut segnet und vielleicht sogar mehr gibt?
Haben wir so viel Glauben und Vertrauen.
Es ist ein Prozess und natürlich brauchen wir den RUF GOTTES dazu.
Aber wenn wir gar nicht hören wollen, werden wir auch nichts zurücklassen wollen und gehen.

Jetzt haben wir auch noch einen weiteren Punkt in Isaaks Leben und das ist Rebecca, seine Braut und dann Ehefrau.
Interessanterweise trifft Isaak Rebecca auch an dem Brunnen mit dem weiten Land. Abraham war schon da.
Jetzt ist er es und trifft dort Rebecca.
Auch Hagar traf dort auf Gott.
Aber Rebecca hatte ein ziemlich großes Problem.
Das der Unfruchtbarkeit.
Im ersten Mose 25-21 lesen wir, dass Isaak gebetet und der Herr dieses Gebet auch erhört hat.
Rebecca wurde schwanger.
Die wenigsten von uns wissen, dass es sogar sieben Frauen in der Tora gab, die Probleme hatten, ein Kind zu bekommen.
Hier haben wir wieder die Vollzahl 7 und Unfruchtbarkeit.
Unfruchtbarkeit kann in ganz verschiedenen Gebieten vorkommen.
Prüft das für euch einmal nach, wo kein Erfolg oder Durchbruch kommt und warum.
Aber schlussendlich kam durch die Gnade Gottes dieses erwünschte und erhoffte Kind.
Diesbezüglich gibt es rabbinische Aussagen, die besagen, dass Isaak fast 19 Jahre beten musste. Zusammen mit Rebecca.
Was für eine Lektion der Ausdauer und des Ausharrens für uns heute.
Das Wichtige, das wir daraus erkennen können, ist die Tatsache, dass - nicht weil wir einmal kurz gebetet haben und nicht gleich eine Antwort bekommen - wir deshalb aufhören sollen, zu beten.
Gott liebt Gebet und wir dürfen und sollen auch unsere Nöte und Bitten zu ihm bringen.
Vor allem, ein Gebet in Einheit und in Einheit des Glaubens ist stark.
Der hebräische Ausdruck, den wir hier im ersten Mose 25, 21 für Gebet haben heißt (atar עָתַר)“ auch „ausgraben“.
Er steht in Beziehung mit dem Hebräischen Wort für „Heu“ oder „Mistgabel- eter“
Im mündlichen Gesetz des Talmuds wird hier die Verbindung aufgedeckt.
Eine Heugabel dreht immer wieder die einzelnen Häufchen um.
Von einer Position in die andere.
Und so ist es auch mit dem Gebet der Gerechten.
Es dreht die, die Verteilung des Erlasses, des gerechten Gottes von der Eigenschaft oder der Herzenshaltung, der Ungeduld und des Ärgers in eine Haltung der Gnade und Barmherzigkeit.
Es wird damit also ausgedrückt, dass das Gebet von Isaak die Grundlegung der Himmel durchdrungen hat, wie das Korn mit der Heugabel herumgedreht wird, so auch Gottes Gericht oder Urteil, über die Unfruchtbarkeit von Rebecca letztlich umgedreht wurde, in Gottes Gnade wegen des Gebetes.
Wir dürfen natürlich auch nicht vergessen, dass Rebeccas Unfruchtbarkeit eigentlich auch mit ihrem Ursprung in einem heidnischen Stamm, nämlich von Laban entstand.
Und das sehen wir später auch mit Jakob, in Bezug auf Lea und Rebecca.
Aber eines müssen wir uns immer vor Augen halten.
Auch wenn es Gottes Gebot ist, dass wir fruchtbar sein sollen und uns multiplizieren, so ist es letztlich doch Gott, der wirklich den Mutterleib auch öffnet.
Es gibt Gründe, warum dies nicht der Fall ist.
Diese müssen wir finden, um den Segen der Fruchtbarkeit wieder zu erhalten. Lesen wir dazu auch einmal Ps 127,3 bis 5.
Das negative Beispiel der Ungeduld sehen wir ja bei Sarah und was für Schwierigkeiten und Chaos/Durcheinander daraus entstanden ist.
Hagar und Ismael.
Dagegen Hannah, eine andere unfruchtbare Frau, ging zum Tempel und hat intensivst zum Herrn gebetet.
Dann bekam sie Samuel, den späteren Propheten.
Rebecca hat keins von beiden getan.
Sie hat sich zuerst an ihren Ehemann gewandt, der letztlich auch ihre geistige Abdeckung war, um durch ihn den Herrn um ihren Wunsch zu bitten.
Dieses Gebet Isaaks brachte dann das wundersame Geschenk von neuem Leben. Und Rebecca bekam gleich die doppelte Portion nämlich Zwillinge. Jakob und Esau.
Beide hatten sehr unterschiedliche Charaktere und Lebensläufe.
Hier werden wir durch Esau auch mit dem Thema der Geburtsrechte bekannt gemacht.
Wir alle kennen die Geschichte von Esau und dem verlorenen Geburtsrecht.
Wenige wissen, dass der Charakter im Namen von Jakob und Esau reflektiert ist. Jakobs Name geht aus dem Wort „Eike“ hervor und bedeutet eben „Ferse“.
Rabbiner verbinden damit aber auch Jakobs Tendenz und Versuche sein eigenes Geburtsrecht zu gewinnen und weiter in den geistigen Raum zu den geistigen Segnungen, die Gott seinem Vater Abraham versprochen hat, zu greifen.
Esau dagegen kommt von „ESAV“ um vom semitischen Wurzelwort „Seir“, das „dick haarig“ meint.
Der Spitzname heißt dann „rot“ vom Wort „Adom“, weil er nun mal am ganzen Körper sehr haarig war und diese Haare waren rot.
Aber „adom“ ist auch dem Wort „adamah“ gekoppelt, dass für „Land“ steht und dann „dam“ für „Blut“ steht.
Jagd und einen Durst für Blut zu haben, was mit der Jagd nun auch verbunden ist. Jakobs eher ruhiger und geistiger Charakter steht im genauen Gegensatz zu Esaus fleischlichen Charakter.
Zwei Gegensätze. Esau konnte geistige Bedeutungen einfach nicht erfassen.
Ihm ging es nur um seinen persönlichen Vorteil.
Für ihn war das sozusagen eins mit dem irdischen.
Aber Geburtsrechte kommen auch mit Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen.
Genauso wie mit Segnungen.
Und obwohl Jakob dann nicht der Erstgeborene war, hat er die größeren Segnungen von seinem Vater erhalten.
Auch, wenn die Art und Weise nicht richtig war.
Er war und blieb zielstrebig und ausdauernd.
Dann kam der Zeitpunkt von Isaaks Sterben.
Die Zeit wurde kurz. Genauso wie unser Vertrauen in solchen Situationen.
Wir müssen uns heute, gerade auch in Erbangelegenheiten, einiges fragen.
Wie oft sehen wir in Familien die beiden gegensätzlichen Naturen von Geschwistern.
Daran hat sich nichts geändert.
And Gottes Wesen auch nicht.
Also woran liegen diese großen Ungerechtigkeiten, mit denen wir so oft konfrontiert sind.
Auf alle Fälle: Flüche und Anrechte des Feindes, die er aber vorzugsweise nicht an denjenigen ausübt, die ihm sowieso schon (zumindest ähnlich sind) nachfolgen, sondern wie bei einem Sündenbock an denjenigen, die Yeshua/JHWH folgen (wollen).
Hier kommt aber die Tatsache, dass Yeshua der ewige Sündenbock wurde, zum Tragen.
Wenn wir es kennen und glauben.
Oft genug braucht es dazu auch noch ein himmlisches Gerichtsverfahren.

Jakob hat die Erstgeburtssegnungen, die durch Gottes Willen schon im Mutterleib festgelegt waren, aber von uns vergessen wurden, da JHWH dies auch Rebecca sagte, abgesahnt.
In Römer 9,30 lesen wir aber, dass Gott das von vorne rein wusste, wie Esau sein würde, denn ER hasste Esau und liebte Jakob.

Leider gibt es hier auch noch ein weiteres wichtiges Prinzip:

Nachkommen von Flüchen bringen oft noch mehr Flüche hervor.
So wie Kains Eifersucht und Neid ihn zum Mörder werden ließ, so hatte auch Esau später auf Grund dieser Eifersucht vor, Jakob umzubringen.
Die Rabbiner aller Jahrhunderte haben deswegen immer wieder den eifersüchtigen und hasserfüllten Charakter Esaus in ihrem dauerhaften Kampf, Zwist und Streit bis heute in die Nachkommen beider Brüder entdeckt.
Wenn wir nun wissen, dass Esau sich auf dem Gebirge Seir niedergelassen hatte und es dort genauso viel Probleme, wie im Gaza gibt, öffnen sich unsere Augen noch ein bisschen weiter.
Jakobs Nachkommen wurden auch durch den Gehorsam Jakobs gegenüber seinem Vater Isaak eine Einheimische zu heiraten belohnt.
Während Esau unbedingt eine und dann sogar eine zweite kanaanitische Frau heiratete.
Ganz wenige wissen, dass einer der Nachkommen Esaus aus Kanaan, der berüchtigte Amalek war.
Und das war und ist der Erzfeind Israels seit Anbeginn der Zeit. (2. Mose 17).

Amalek hat auch in der Zeit der Richter Israel immer wieder angegriffen. (Richter 6,3). Und heute sehen wir es genauso.
Es ist aber bekannt, dass der Geist Esaus und der Geist der Amalekiter, nicht nur die Erben der Segnungen Israels verfolgt, sondern sich das Ganze weltweit, über alle Nationen ausgebreitet hat, auch bei den jüdisch wurzligen Nachkommen der zehn Stämme, die ihre Identität verloren haben.
Schon in den Zeiten, bevor Israel heute 1948 entstanden ist, konnten wir das Hinauswerfen der Juden aus England, die Torturen und Folter der spanischen Inquisition und den Genozid von 6 Millionen Juden des Holocaust in dieser Richtung beobachten. Und obwohl ganz wenige Menschen wissen, dass die Hälfte der jüdischen Bevölkerung in den letzten Jahrzehnten ausgelöscht wurde und es sogar spezielle Pläne gibt, die Juden ganz von Ihrem Land bis zum heutigen Tage wegzubekommen, dürfen wir uns sicher sein, dass die Pläne des HERRN seine Schwüre gegenüber Abraham, Isaak, Jakob und ihren Nachkommen, nach wie vor, gültig bleiben.
Erster Mose 28,13 bis 16 ist hier ganz klar.
Wir müssen uns alle darüber klar sein, dass, wer immer Gottes ewige Pläne durch Jakob, also Israel zerstören oder attackieren will, tatsächlich jede Menge Flüche über sich selbst und das eigene Land zieht.
Und diese werden auch zum entsprechenden Gericht führen.
Und sogar Isaak hat über Jakob im ersten Mose 27,27 gebetet und gesagt: „Wer immer dich verflucht, ist selbst verflucht“.
Damit sind die Worte Gottes gegenüber Abraham wiederholt worden.
Auch Hesekiel in Hesekiel 35,5 bis 6, hat wiederholt, dass dieser Fluch von Gott bestätigt, weitergehen wird.
Noch ein kleiner Ausflug ins Hebräische.
„Gesegnet“ kommt vom hebräischen Wort „Baruch“, was wiederum aus der Wurzel „bracha, Segnungen“ abgeleitet wird.
Aber wenn man einen anderen Vokal einführt zu „breicha“, heißt das „die Quelle von Wasser“.
Genau das, wird uns auch in Jesaja 41, 18 gesagt, dass der Herr aus den trockenen und wüsten Höhen, Flüsse hervorspringen lassen wird und Quellen in den Tälern. Also hält er sein Versprechen, dass er die wüsten, öden Orte des Landes in Springbrunnen und Wasserflächen umwenden wird.

Ein zweites kleines Rätsel kommt, als es eine Hungersnot im Land gab.
Obwohl Abraham runter nach Ägypten ging, um Nahrungsmittel wegen der Hungersnot zu besorgen, hatte der Herr im gleichen Fall, Isaak gesagt, zu bleiben. (1. Mose 26,2) und Isaak gehorchte.
Dafür wurde er von Gott gesegnet. (1.Mose 26,3)
Das zeigt uns klar, dass es Weisheit ist, nach Gottes Lösungen zu schauen, wenn wir Probleme haben und nicht unbedingt die Fehler unserer Vorfahren, einfach aus Gewohnheit oder Tradition, zu wiederholen.
Auch wenn es eine logische Antwort wäre.
Hören und Gehorchen ist Weisheit, und nicht unbedingt Tradition und Gewohnheit.
Es kann also durchaus sein, dass der Herr uns bittet oder gar befiehlt, in einer Situation zu verharren und dort zu bleiben, obwohl jeder um uns herum sagt/empfiehlt möglichst schnell wegzukommen.

Wenn Gott uns also klar instruiert, dass wir bleiben sollen, können wir erst dann diese Segnungen bekommen und auch in trockenen Situationen aushalten, weil er uns als das lebendige Wasser, tatsächlich auch Wasser spendet.
Wie natürlich würde es jedem erscheinen, wenn wir hier sogar sehr aktuell, wieder Raketen, Bomben und andere Sachen vom Gaza ausgehend auf Israel nieder regnen, durch diesen neidisch, eifersüchtig und hasserfüllten Geist des Esau, als Israeliten oder auch dann, wenn es auf Europa herüber regnet, auszuwandern und zu fliehen.
Sozusagen zurück nach Ägypten zu gehen, wo man denkt, es wäre sicherer.
Die natürliche menschliche Tendenz würde in diese Richtung zeigen.
Aber wir müssen wirklich Gott fragen, was in einer solchen Zeit, sein Wille für mich ist. Gerade auch weil wir in Jesaja 55,8 lesen, dass die Gedanken Gottes anders als unsere, und seine Wege anders als unsere Wege sind.

Lasst uns auch noch einen anderen psychologischen Aspekt nicht außer Acht lassen.
Obwohl man tatsächlich heute sagen würde, dass Isaak durch das, was der Vater mit ihm auf dem Altar angestellt hatte, definitiv von posttraumatischen Belastungsstörungen hätte leiden müssen, war dieser Sohn doch treu genug, die Geschäfte seines Vaters, in dieser Art, auch weiter zu führen.
Von Unzufriedenheit, Depression oder ähnlichem lesen wir da nichts.
Im Gegenteil, er war sogar recht erfolgreich.
Aber eines, von der psychologischen Bedeutung der Zuschüttung von solchen lebensspendenden Wasserquellen hergesehen, die das Überleben in einer Wüste überhaupt möglich machen, muss uns klar sein.
Nämlich die Tatsache, dass Neid und Eifersucht, wie sie diese Hirten in Gerar hatten, als weitere Folge auch Entmutigung bis hin zur Existenzgefährdung, bei den betroffenen Opfern hervorrufen würde.
Und das ist eine Tatsache, die wir uns auch heute vor Augen halten müssen.
Wenn uns die Finanzen, das Einkommen, das uns als unsere Sicherheitssäulen gelten, genauso wie Arbeitslosigkeit, Ehescheidung oder anderen schwierigen persönlichen Umständen eintreten, die schnell folgenden Probleme von Sinnlosigkeit bis hin zu Selbstmordgedanken oder auf alle Fälle Entmutigung und die Hände sinken/hängen lassen, sind.
Sie überkommen uns, und verhindern wie ein riesiger (Angst)block, in dieser ersten Hilflosigkeit, überhaupt noch weiter etwas zu machen.
Davor müssen wir uns schützen.
Solch eine Entmutigung hatten wir im Übrigen auch, als die Kinder Israels, nach dem enormen Erfolg und Kraftanstrengung des Exodus in Ägypten, dann ebenfalls in der Wüste und Wildnis gelandet sind.
Erst als sie Wasser gefunden hatten (4.Mose 21,16 bis 18) haben sie Lobpreis und Dank dem HERRN, ihrem Adonai gegeben.
Abraham hatte übrigens diese Quelle, die er gefunden hat, absichtlich in den Namen Gottes und den Ort genannt, damit seine Nachfolger und Mitmenschen immer daran erinnert werden, wer wirklich die Quellen allen Lebens ist.
Und das sehen wir bis heute Jesaja 12,3, als eine Ermutigung.



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