fire and flame

Verlag, Seminare und interreligiöser Austausch



Parashas – biblische Wochenlesungen

EINFÜHRUNG

In der Tora, den fünf Büchern Mose, die wichtigsten Bücher des AT (zusammen mit den Propheten)  für die Juden, genauso wie für die Christen in der Bibel, als die Gesamtheit von Altem und Neuen Testament, gibt es sehr viel zu lernen. Es sind nicht nur spannende Geschichten und inhaltsreiche Briefe, sondern es sind sehr viele Schlüssel und Prinzipien in diesen verschiedenen einzelnen Büchern der gesamten Bibel verborgen.

Viel Freude somit bei diesen wöchentlichen Gedanken !!!

Nach Sukkot also im Oktober  beginnt ein neuer Jahreskreislauf der Parashalesung

DIE PARASHAS DES BIBLISCHEN KREISLAUFS 
2022 BIS 2023 FINDEN SIE HIER!
 

oder als Druckausgabe in unseren Buchshop

Neunzehnte Wochenlesung - Terumah "Hebeopfer"

Feed

16.02.2024, 16:32

2.Mose 25,1–27,19; 2.Kor.10-13; Psalm 6+38+51; 2.Kö.1-13; 1.Kö.5,26-6,13; Matthäus 12,46-13,58; Hebräer 8,1-6, 9,1-28+10,1

Das Wort „Terumah“ als Titel dieser Parasha heißt im hebräischen „geben, spenden, einlegen, mitwirken“. Diese Gabe des „Gebens und Mitwirkens“ ist ein sehr wichtiges und sehr großes Ding, weil es generell das...   mehr




Achtzehnte Wochenlesung - Mischpatim "Rechtsordnung"

Feed

12.02.2024, 10:08

2. Mose 21,1-24,18; 2. Könige 12,1-17; Jeremia 34,8-22; and Matthäus 5,38-42; Markus 7,1-23; Apg 23,1-11 and Hebräer 10,28-39. Lukas 7,1-8,3; Kol. 3,1–25

Wir haben über Mischpatim, also Gesetzesordnungen und viele andere Bedeutungen dazu, im letzten Jahr ausführlich gesprochen. Die entsprechende Wortbedeutung und vieles mehr könnt ihr auf der Webseite oder in...   mehr




Siebtzehnte Wochenlesung - Yitro (Jethro)

Feed

02.02.2024, 21:16

2. Mose 18,1–20,3; Jes. 6,1–13,6; 9,5–6; 1.Kö. 12-25; Psalm 66+67+68; 1. Joh. 5,1–11; 2.Kor 1-5; Matthäus 6,1-8,1

Auch zu dieser Woche könnt ihr im Vitamine Buch bereits die vielen Impulse vom letzten Jahr nachlesen. Dieses Jahr wollen wir uns weiter mit dem Verhältnis Mose mit Jitro, dem Ruf Gottes an Mose hinauf auf...   mehr




Sechzehnte Wochenlesung - Beschalach "Als er ziehen ließ"

Feed

26.01.2024, 19:13

2. Mose 13,17-17,16; Richter 4,4–5,13; Lukas 2,22-24; 1.Korinther 10,1-13; Offenbarung 15,1-4. Matthäus 5,1-48; 2. Petr. 1

Schon im letzten Jahr konnten wir einiges über den Pharao, seinen Zorn nachdem die Israeliten geflohen waren, lesen. Immerhin hatte er gerade zehn Plagen durchlaufen, seinen ältesten, also erstgeborenen Sohn...   mehr




Fünfzehnte Wochenlesung - Parasha Bo "Komm"

Feed

22.01.2024, 18:00

Teil 2

Israel ist, im rechtlichen und tatsächlichen Sinn, nicht die erstgeborene Nation in der Welt. Es gab schon lange vorher andere Nationen. Aber diese Nation ist von YHWH ins Leben gerufen worden, damit die...   mehr


18.01.2024, 18:48

2. Mose 10,1 – 13,16; Jeremia 46,13–28; Psalm 58+59+60+61; 2.Sam 21-24; Joh. 19,31-37; 1.Kor 6-10; Offenbarung 9,1–21+ 16,1-21.

Im letzten Parascha oder Wochenlesungskreislauf gab es für die 15te Woche schon viel zu lesen und zu erkennen. Die letzte Woche hatten wir mit einer erstaunlichen Frage abgeschlossen. Es ging um den freien...   mehr




Vierzehnte Wochenlesung - Wa´era "und ich erschien"

Feed

16.01.2024, 19:12

Teil 2

In allem, was wir gelesen haben, lernen wir immer besser, das GOTT sehr genau weiss, was ER an Gaben in uns platziert hat und dass ER unsere Charakterzüge sehr wohl kennt, wie auch die Umstände, in die er uns...   mehr


12.01.2024, 17:16

2. Mose 6,2 – 9,35; ;  Hesekiel 28:25 - 29:21; Psalm 55+56+57; 2.Sam 9-20; 1.Kor 1-5; Offenbarung 15:1–16:20

„Und YHWH redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin YHWH und ich bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der mächtige Elohim, aber mit meinem Namen YHWH habe ich ihnen nicht offenbart.“ (2. Mose...   mehr




Dreizehnte Wochenlesung - Shemot

Feed

09.01.2024, 18:01

Teil 2

Holen wir uns in Erinnerung, dass die Nachkommen Jakobs nur insgesamt 70 Personen ausmachten, die gemäß zweiter Mose 1,5 nach Goshem kamen. Josef war ja bereits dort. Aber sie hatten sich so enorm vermehrt,...   mehr


07.01.2024, 16:35

2. Mose 1,1 – 6,1; Psalm 110+111+112; 2.Sam 1-8; ; Jesaja 27,6–28,13, 29,22–23; Jeremia 1,1–2,3 ; Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-44; Hebräer 11,23-26; Römer 12,1–21; 2.Thess + Apg 19;

Diese Wochenlesung Shemot hat einige Besonderheiten. Sie verbindet uns mit den anderen Hauptbestandteilen der Tora, indem sie uns mit den Propheten und dem Neuen Testament verknüpft und uns zurück zum Anfang...   mehr




Zwölfte Wochenlesung - Wajechi "und er lebte"

Feed

02.01.2024, 11:19

Teil 2

Kommen wir jetzt noch mal auf die Vaterrolle und damit zu Jakob zurück. Ein interessanter Satz von ihm, gerade in Bezug auf seinen Tod war, dass er sicher stellen wollte, dass seine Knochen nicht in einem...   mehr


29.12.2023, 18:58

1.Mose 47,28 – 50,26; 1.Thess. … ; Psalm 52+53+54; 1.Sam 21-31; 1 Könige 2,1–12; 1. Pet. 1,3-9; Joh. 10,1–21;

Im der letzten Jahresparaschazyklus, der im Buch „Vitamine für die Woche“ festgehalten ist, lesen wir zu dieser Wochenlesung schon sehr viel Interessantes. Zuletzt wurde erzählt, dass Josef seine Brüder und...   mehr




Elfte Wochenlesung - Vayigash "und er kam nahe/trat heran"

Feed

26.12.2023, 23:15

Teil 2

Wir können also schon erahnen, dass die verschiedenen Geschichten aus dieser Wochenlesung zusammenhängen. Obwohl sie so unterschiedlich scheinen, ergänzen sie sich doch. Wir haben uns im ersten Teil diesmal...   mehr


22.12.2023, 06:43

1. Mose 44,18—47,27; Psalm 116+117+118; 1.Sam. 11-20; Hesekiel 37,15-28; Eph. 2,1–22; Apg. 16-18; Joh. 5,1-47

Diese Wochenlesung zeigt uns wieder einige neue Facetten in der Geschichte Israels und speziell Josefs und seinen Brüdern. Wir lesen darüber, wie Juda aufsteht und seinen kleinen Bruder Benjamin...   mehr




Zehnte Wochenlesung - Mikez " Am Ende"

Feed

19.12.2023, 16:13

Teil2

Bleiben wir weiter bei Josef, dem Vorschatten auf Yeshua, wenn auch mit vielen Parallelen und doch bei weitem nicht gleich. Aber die Tatsache, dass Josef, unerwartet und plötzlich, innerhalb eines Tages...   mehr


14.12.2023, 16:34

1. Mose 41, 1 – 44,17; 4.Mose 28,9 – 15+ 7,42-47 ; 1.Könige 3,15-4,1; Psalm 108+109; 1.Sam 1-10; Sacharja 2,10-4,7; Johannes 1,1-18+ 10,22-28; Lukas 24, 13-29.

Letzten Jahr haben wir für diesen Parashakreislauf schon sehr viel Punkte gefunden. Nachlesen ist empfehlenswert. Also lernen wir, dass das Licht der Torah, der 5 Bücher Mose, vor allem auch in seinen...   mehr




Neunte Wochenlesung - Vayeshev "und er ließ sich nieder/ er lebte/ wohnte"

Feed

12.12.2023, 06:34

Teil 2

Bevor wir nochmals mit Josef weitermachen, einen kurzen Hinweis auf Juda. Juda hatte letztlich das Leben von Josef gerettet. Aber da dieser dann doch in die Sklaverei verkauft war, hat er sein zu Hause...   mehr


07.12.2023, 21:06

1.Mose 37,1–40,23; Amos 2,6–3,8; Psalm 106+107, Ruth 1-4; Apg. 7,9-16; Römer 8,18–39; Jakobus 3-12

Ich empfehle zuerst die Wochenlesung von letztem Jahr zu lesen, weil hier schon einiges ausgeführt ist. Zu finden im Buch „Vitamine fürs Jahr“ (in meinem Verlag), als Voraussetzung für die aktuelle Parasha,...   mehr




Achte Wochenlesung - Vayeslach

Feed

05.12.2023, 16:46

Teil 2

Im zweiten Teil wollen wir noch ein wenig mit der sich nur sehr langsam erkennbaren Veränderung des Charakters Jakobs, nach dem Ringen mit dem Engel des Herrn, befassen. Denn das hat für uns heute noch...   mehr


02.12.2023, 10:21

1. Mose 32,4-36,43; Obadja 1,1-21; Matthäus 2,13-23

In dieser Wochenlesung haben wir vor allem mit zwei grossen Bereichen zu tun. Die Überquerung des Jakob vom kleinen Fluss Jabokk, um seinem Bruder Esau zu treffen und damit die Begegnung von Jakob und Esau,...   mehr




Siebte Wochenlesung - Vayera "und er zog aus"


Zurück zur Übersicht

24.11.2023

Wajeze „Und er zog aus“: 1.Mose 28,10 – 32,3; Apg. 6-10; Psalm 119,1-88; Richter 1-9¸ Hosea 12,13 – 14,10; Psalm 119,1-88; Johannes 1,43-51; Epheser 4,1–32

Schon im letzten Jahr konnten wir in dieser Wochenlesung einiges über Jakob erfahren, der mit Josef zusammen, die Hauptperson in dieser Parascha sind.
Jakob wird während seines Lebens von einem sehr unreifen jungen Menschen, der andere durch seine Entscheidungen viel geschadet hatte, mehr und mehr reifen bis er einen neuen Namen Israel bekommt.
Jetzt hat er einen gefestigten Charakter.
Er hat sich also auch vom religiösen und spirituellen Aspekt und nicht nur von dem allgemeinen Leben her, weiterentwickelt.
Aktuell Vayetzei (וַיֵּצֵא) “zog er aus, um in seiner Mutter Heimatland Harran zurück zu reisen. Dort sollte er ja seine Frau finden und den Komplott mit seiner Mutter Gegen Esau und seinem Vater zu entfliehen.
Dass er nun seine Komfortzone zu Hause verlassen musste, haben wir letztes Jahr schon ein wenig beleuchtet.
Jakob war nun einmal nicht der raue, taffe Abenteurer und Jäger wie sein Bruder Esau.
Er hatte bekannterweise, schon seit Geburt, ein eher ruhiges Naturell.
Aber auch wie sein Großvater Abraham musste er nun alles verlassen.
Allerdings reich gesegnet durch den Vater Isaak, wenn auch arm an Geld und Wohlstand. Siehe Jakobssegen 1 Mose 27,28+29
Dass er für die Saat „Betrug“, nun vielfach selbst betrogen worden war, haben wir schon ausreichend beleuchtet.
Weniger bekannt ist der Hintergrund der Hochzeit, bei der letztlich Lea die eigentlich unglückliche Braut war.
In alten rabbinischen Auslegungen und Büchern kann man z.B. lesen wie dieser Hochzeitsbetrug inszeniert worden war.
Jeder aus Labans Umfeld und Region wusste, was Brauch war und war letztlich auch daran beteiligt.
Spielte seinen Part in einem detailliert ausgedachten Plan mit.
Alle Lichter waren aus dem Haus geräumt worden, damit es völlig dunkel war.
Trotz der in der Hochzeitsgesellschaft gesprochenen Worte konnte Jakob, mangels der Unkenntnis von den dortigen Gepflogenheiten, die Wahrheit nicht erkennen.
Auch Rebekka und Jakob hatten die Inszenierung, den gut durchdachten Plan Isaak und indirekt auch Esau zu täuschen, in derselben Weise vorbereitet.
Der Vater Isaak konnte ebenfalls nichts sehen, aber die Worte von Jakob konnte er hören.
Der Vater konnte trotz richtiger Wahrnehmung der Stimme, nicht sehen, was sich abspielte – und so erging es dem Sohn Jakob auch.
Trotz richtiger Wahrnehmung der Worte „Heleah“ (im hebr. Urtext, die er nicht verstand) in der Hochzeitsnacht, konnte er nicht sehen, was sich abspielte.

Wie oft geschieht uns das heute auch bei Täuschungen.
Aber wie oft haben auch wir und unsere Vorfahren getäuscht und ernten nun unbekannterweise und meist unbewusst das Negative.
Das gilt aber auch in unserem Verhalten gegenüber unserem Gott und HERRN.
„Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Gal 6,7)
„Wer seine Übertretungen zudeckt, wird kein Gelingen haben, doch dem, der sie bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erwiesen werden“ (Sprüche 28:13).

Auch über Labans Charakter haben wir schon etwas gesprochen.
Sein Name im Hebräischen bedeutet eigentlich „weiß“ und wird nach rabbinischem Verständnis mit „Aussätzigkeit“ in Verbindung gebracht.
Aussatz können wir aber biblisch meistens als Folge von Hinterhältigkeit und „hinter dem Rücken reden“ finden.
Deshalb sollte es uns eine Lehre sein, dass wir wirklich weise im Umgang mit Menschen sein müssen, und den Charakter von Personen unterscheiden lernen, damit wir nicht von denjenigen getäuscht werden, die nach außen hin so toll, so rein, so klar, so erfolgreich, so unschuldig, so fromm aussehen, aber tatsächlich eine Pandora -Box sind.
Also außen schön und ihnen sehr böse.
Das ist letztlich der Engel des Lichts. (Zweiter Korinther 11,14)

Und trotz all dem zeigen die Arbeitsvereinbarungen zwischen Laban und Jakob, Jakobs große Integrität, als ein Mann, der sich nicht nur darauf verlässt, von Gott selbst, obwohl er gerade die Gottesbegegnung mit der Himmelsleiter hatte, alles auf einem Silbertablett serviert zu bekommen, wie man im ersten Moment durch die Verheißungen und Prophetien durch seinen Vater und den Herrn selbst in Bethel, denken könnte, sondern er krempelte die Arme hoch und kehrte nicht zu seinem Vater zurück, um dort Geld zu erbitten.
Zudem war die Gefahr wegen Esau zu groß.
Somit hat er letztlich 20 harte Jahre in Haran verbracht und sich damit seinen eigenen Erfolgsweg erarbeitet.

Das sollte uns heute auch zu denken geben.
Gerade für den Leib, die religiöse Gemeinde Gottes, gibt ER uns durch die biblischen Gestalten sehr handfeste Vorbilder.
Nicht nur in ihren Charakterschwächen und Stärken, sondern auch in bestimmten Lebensabläufen und Phasen.
ER ist und bleibt der himmlische Vater, der nach uns schaut und uns beschützt. Aber ER hat uns Arme zum Arbeiten und einem Kopf zum Denken, Vernunft zum Analysieren gegeben, dass wir diese auch einsetzen.
Nur in der Zusammenarbeit mit IHM und dem Heiligen Geist werden wir diese auch sehr erfolgreich einsetzen können.
Aber genau diesen Punkt vergessen wir so oft.

Schauen wir uns jetzt diese drei Patriarchen um die es bisher ging d.h. Abraham, Isaak und Jakob in ihrer Bedeutung, auch für die heutige Zeit an, und nicht nur als die Patriarchen Israels, auf dem das Land letztlich aufbaute.
Immerhin hat sich Gott selbst klar zu diesen drei Patriarchen bekannt, in dem er sagte: ICH bin der Gott Abraham, Isaaks und Jakobs.
Gibt es hier noch eine besondere Bedeutung hinter der Tatsache, dass Jakob einen neuen Namen „Israel“ bekommen hat und fragen wir uns nicht auch, wie viele biblische Ausleger auch, warum Gott ausgerechnet diesen Mann Jakob gebrauchte, um seine Verheißungen an Abraham weiter fort zu führen.
Denn immerhin ist Jakobs Name mit jeder Menge Skandalen verbunden.
Aber Tatsache ist auch, dass weder Jakob noch seine Söhne, die letztlich die Leiter und Köpfe aller zwölf Stämme waren, mit einem ruhigen Leben gesegnet gewesen waren.
Sie waren immer unterwegs.
Nicht nur, weil sie Nomadenstämme waren, sondern weil auch Trockenheiten, Hungersnöte, Kriege und anderes sie vorange- und vertrieben hatten.
Ehrlicherweise muss man sagen, dass keiner von uns, wenn er die Geschichte von Jakob und seiner Familie, den Streitereien, dem Neid, Hass bis in den Verkauf eines Bruders in die Sklaverei, sowie auch die erbitterte Konkurrenz und Rivalität zwischen den Frauen, die Ungleichheiten in der Behandlung von Kindern und Ehefrauen, den Massenmord von Sichem und einiges mehr, auch unter den Brüdern, was geschehen war, in unserer eigenen Familie haben möchte.
Diese Dysfunktionalität scheint außergewöhnlich, und doch sehen wir heute genau dasselbe.
Nur wollen wir es häufig so deutlich weder sehen noch gesagt bekommen.
Lieber unter den Teppich kehren.
Aber das, was wir, aus unseren Wurzeln erben, geht nicht von allein weg.
Wir müssen an unseren Charakteren arbeiten, gerade wenn wir viel Mist geerbt haben.
Das brauchen wir nicht allein zu tun.
Da gibt es eine ganze Reihe von Helfern und Hilfe.
Nicht nur in der Psychologie und Psychotherapie, sondern auch durch ein lebendiges Glaubensleben mit dem HERRN und dem Heiligen Geist, der viel Auskunft gibt.
Freunde, Seelsorge und sicher auch Psychotherapie sind auf alle Fälle weitere gute und wichtige Helfer.
Beziehungen werden immer wichtiger.
Aber nicht zum Missbrauch, sondern in Gegenseitigkeit und das muss geübt werden.

Dennoch sind diese drei Patriarchen, die Säulen auf denen Israel aufgebaut ist. Abraham repräsentiert durch seinen enorm großen Glauben, der bereit war alles, wirklich alles zu opfern.
Sogar den Sohn der Verheißung, Isaak.
Er ist somit ein Symbol des kompromisslosen Glaubens.
Isaak dagegen symbolisiert den Sohn der Verheißung.
Er war eher passiv. Hat sich den Ereignissen angepasst und zeichnete sich nicht durch besondere Initiative aus.
Eigentlich sind wir heute diejenigen, die diesem Weg am ehesten folgen.
Wir lassen das Leben an uns vorbeifließen.
Wir werden geboren und diejenigen, die jüdischen Ursprung haben oder Juden sind, lassen sich am achten Tag beschneiden und treten somit in den Lebenszyklus eines Juden ein und leben so gut, wie es können mit dem was uns gegeben ist, auf der Basis unserer Vorväter. Aber wen repräsentiert nun Jakob?
Er ist eigentlich die Inkarnation des nationalen Charakters Israels und das bedeutet „Schwierigkeiten“.
Gerade das jüdische Volk hatte durch die ganze Geschichte hindurch Instabilität erleben müssen. Auch als Nation.
Diese kleine Nation ging durch viele Kriege.
Musste ins Exil und kehrte auch wieder zurück.
Flucht gehört zum Standardlebensabschnitt könnte man meinen.
Jakobs Geschichte zeigte viel Härte, Prüfungen, Versuchungen in der ein oder anderen Art.
Nicht nur er hat bei seinem Vater Isaak die bekannte Täuschung vorgenommen, sondern man hat ihn selbst, auch oftmals verraten und ihn betrogen.
Und das durch viele verschiedene Personen.
Saat und Ernteprinzip, das allerdings von Gottes Feind, der die Menschen hasst, massiv überzogen wurde, weil wir ihn nicht gestoppt haben.
Sogar sein eigener Bruder Esau wollte ihn töten.
Dazu kam, dass er tatsächlich und das auch durch eigene Schuld,
eine sehr komplizierte und schwierige Beziehung zu seinen Kindern hatte.

Dennoch muss man Jakob zugestehen, dass er sein Leben lang auch Frieden suchte.
Und das ist auch generell im jüdischen Volk zu finden.
Wir werden fast keine Angriffs-, sondern lediglich Verteidigungskriege in der jüdischen Geschichte finden.
Aber davon leider genug.

In dieser Zeit haben die 12 Stämme durch Lea auch ihre Namen erhalten.
Auch wenn wir heute lieber Modenamen oder auch Namen von unseren Eltern/Großeltern haben, was leider nicht immer ein Gewinn ist, wenn der Name durch Fehlverhalten dieses Namensgebers belastet ist, so war damals die Namensgebung häufig ein Spiegel der Empfindungen der Mutter bei der Geburt oder wegen der Schwangerschaft, aber auch für die Zukunft des Kindes.
Lea benannte 9 Kinder, davon eine Tochter über die so wenig gesagt wurde. DINA
Rachel letztlich 4 (zusammen mit der Magd, wie auch bei Lea)
Alle diese 12 Söhne bekamen ein Erbe im Land.
Nur die Leviten nicht, die gemäß 5.Mose 10,9, 4.Mose 18,24 und Josua 18,7 den HERRN als Erbe hatten.
Den ersten Sohn nannte Lea - Ruben (רְאוּבֵן), aus dem hebr. Wort Re’eh (sehen), weil der HERR ihren ungeliebten, unglücklichen, unerfüllten Lebens- und Liebes- zustand gesehen hatte, und ihr den Vorsprung durch Söhne gegeben hatte.
Das war ein Segen. 1. Mose 29,32
Nur in einem Fall hat Jakob die Entscheidung der Mutter Rachel betr. Benjamin überstimmt.
Rachel nannte ihn Ben-Oni (Sohn meiner Klage, meines Schmerzes) und Jacob änderte das zu Ben-Yamin — Benjamin (Sohn meiner rechten Hand, was natürlich noch etwas zusätzlich besonderes ist), damit seine Zukunft und Bestimmung besser getroffen wird. Und aktuell haben wir im Monat Kislev auch den Bezug zum Stamm Benjamin.
Somit hier die 12 Namen, die die Hoffnungen oder Umstände der Familie reflektierten.
Ruben — Siehe, ein Sohn
Simeon — Höre/Gehört werden
Levi — zusammen, angehängt
Judah — Yah soll gepriesen werden
Dan — Richter
Naphtali — Mein Kampf/mein Ringen
Gad — Truppe; Einfallen, glückliche Zukunft
Asher — glücklich
Issachar — Mann der angeheuert wird
Zebulon — dort wohnend, sich wohlfühlen
Dinah — gerichtet und überführt
Joseph — der der zunimmt oder Gott wird erhöhen und vermehrenh
Benjamin —Sohn meiner rechten Hand
Erst am Ende dieser Wochenlesung beginnt Jakob wieder seine Reise zurück woher er kam.

Wie können wir solche d.h. ähnliche Ereignisse auch in unserem eigenen Leben heute finden und identifizieren?
Vielleicht auch um Muster und Kreisläufe zu entdecken.
Manchmal leider auch Zeitkreisläufe von Flüchen.
In dem neuen Büchlein „Strasse des Lebens“ (erscheint Anfang Dez. in meinem Verlag) können wir von solchen Kreisläufe des Lebens, die wir von jung bis in ältere Jahre hinein regelmäßig durchlaufen und nachverfolgen müssen, lesen.
Aber es ist unsere Verantwortung und Aufgabe, auch regelmäßig in die Ruhe und in den Frieden Gottes zurückzukehren, um hier Bestandsaufnahme, Analyse der zuletzt zurückliegenden Ereignisse zu machen, um den nächsten Kreislauf auch schon besser absolvieren zu können.







Zurück zur Übersicht


Sechste Wochenlesung - Toldot "Generationen/Geschlechter"

Feed

22.11.2023, 17:27

Teil 2

Weil wir uns nun schon mit einigen Ehen beschäftigt haben, machen wir diesbezüglich auch eine Art Abschluss und gehen erst im nächsten Kreislauf wieder auf die (dienende) Verwalterschaft ein. Ehe und der...   mehr


19.11.2023, 10:50

1.Mose 25,19 – 28,9; Josua 13-24; Maleachi 1,1–2,7; Römer 9,6–29; Hebräer 12,14-17; Psalm 1+2+5; Apg. 1-5;

Toldot, Geschlechter oder auch Generationen. Ein ganz wichtiges Prinzip Gottes. ER nennt sich bewusst und bestimmt: „der Gott Abraham, Isaaks und Jakobs“, also der Gott der drei Generationen. Wir haben in...   mehr




Fünfte Wochenlesung - Chaje Sara "Das Leben Saras"

Feed

17.11.2023, 07:21

Teil 2

Im zweiten Teil möchte ich noch mehr auf die Aussage Abrahams, dass er ein Fremder in diesem Land wäre, eingehen. Denn es betrifft auch uns. Wir sind ja auch NICHT von dieser Erde, sondern leben nur AUF dieser...   mehr


11.11.2023, 17:00

1.Mose 23,1 – 25,18; Psalm 22+40+41; Josua 1-12; 1 Könige 1:1–31; 1.Petrus 3:1–7; Matthäus 8:19-22; Lukas 9:57-62 + 21-24.

In dieser Wochenlesung geht es um das Leben Sarahs, „Chaje Sarah“. Wir haben letztes Jahr schon einiges, speziell über Sarah, lesen dürfen. Es startet mit 1. Mose 23.1 … “und das Leben von Sarah…“ Aber auch...   mehr




Vierte Wochenlesung - Wajera "...und es erschien"

Feed

07.11.2023, 19:53

Teil 2

Kommen wir nun zu den Frauen in dieser Wochenlesung. Wir haben Sarah und Hagar. Nehmen wir als erstes Sarah. Die persönliche und psychologische Betrachtung des Lebens von Sarah und dem auf der...   mehr


05.11.2023, 11:53

1. Mose 18,1 – 22,24; 2 Kings 4:1–37; 2 Peter 2:4-10; Psalm 113+114+115 Hiob 32-42; Lukas 1:26–38, 24:36–53 + 16-20; 2 Peter 2:4-10; Hebrews 6:13-20

Wie im letzten Jahresparaschakreislauf haben wir vertiefend über das Leben Abrahams gesprochen. Tatsächlich sind in diesem Wochenlesekreislauf wieder Abraham, Lot, Sarah und Hagar die Hauptpersonen. Von allen...   mehr




Dritte Wochenlesung - Lech Lecha "Geh hin-Geh für dich"

Feed

28.10.2023, 13:43

1.Mose 12,1–17,27; Jesaja 40,27–41,16; Johannes 8,51-58; Kolosser 2,11-15; Hebräer 7,1-19; 11,8-12; Matthäus 1,1–17

Über den Mann Abraham, um den es hauptsächlich in dieser Wochenlesung geht, gibt es sehr viel zu sagen. Schon in der letzten Jahresreise haben wir uns auch mit seiner Ehe und seinem Verrat an Sarah und dessen...   mehr




Zweite Wochenlesung - Noach "Noah/Ruhe"

Feed

23.10.2023, 09:22

. Mose 6:9–11:32; Psalm 104+105; Hiob 11-21Isaiah 54:1–55:5+ 66,1-24; Lukas 1:5–10+ 17,20—27

In dieser zweiten Wochenlesung haben wir es mit Noah zu tun. “Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. (1. Mose 6:9) Eine...   mehr




Bereshit - "Im Anfang"

Feed

18.10.2023, 09:51

Teil 2

In der Zusammenfassung haben wir es in dieser ersten Woche der Jahreskreislauf-Paraschalesung auch mit der Verwalterschaft oder mit der dienenden Leidenschaft zu tun. Immerhin hatte der erste Adam diese...   mehr


16.10.2023, 17:47

1. Mose 1,1-6,8 Jesaja 42,5-43,10; Matthäus 1:1-17; Offenbarung 1:1-5; 22:1-21 Johannes 1,1-17

Wir beginnen einen neuen Lesekreislauf für 2024/25 oder 5784 im Hebräischen.
Jedes Parascha- oder Lesejahr beginnt mit dem ersten Buch Mose oder Genesis, Kapitel 1 „Bereshit“.
Wir werden dieses Mal ein...

   mehr