fire and flame

Verlag, Seminare und interreligiöser Austausch



EINFÜHRUNG

In der Tora, den fünf Büchern Mose, die wichtigsten Bücher des AT (zusammen mit den Propheten)  für die Juden, genauso wie für die Christen in der Bibel, als die Gesamtheit von Altem und Neuen Testament, gibt es sehr viel zu lernen. Es sind nicht nur spannende Geschichten und inhaltsreiche Briefe, sondern es sind sehr viele Schlüssel und Prinzipien in diesen verschiedenen einzelnen Büchern der gesamten Bibel verborgen.


Gott gibt uns die Anweisung IHN zu suchen. Das tun wir am Besten in seinem Wort. Dort finden wir eigentlich alles was wir brauchen. Oftmals allerdings nur in einer Sprache, die wir so, situationsbezogen auf die damalige Kultur und Lebensverhältnisse, nicht immer verstehen. Als die Schreiber der Bibel lebten, also vor mehr als 2000 Jahren, gab es viele Worte und Beschreibungen der heutigen Zeit nicht. Sie konnten Situationen, Ereignisse Gefühle nur so beschreiben wie es für sie in der damaligen Zeit üblich war. Daher braucht es ein wenig Zeit und Meditation über manchen Bibelstellen nach zu denken, um sie auf /deine aktuelle Lebens- phase auch einsetzen zu können. Die Juden haben viele Jahrhunderte, ja sogar tausende von Jahren Vorlauf gehabt und auch damit verbracht, das sogenannte Alte Testament viel tiefer zu studieren.


Es gibt somit einen reichhaltigen Schatz in den hebräischen Wurzeln unseres Glaubens zu heben. Aus der Beschreibung des „neuen Jerusalems“ in dem Buch der Offenbarungen (NT), können wir entnehmen, dass die Tora, also dieser erste Teil des Alten Testaments und die anderen Schriften des Alten Testamentes wirklich die Basis, die Grundlage, für den Hausbau Gottes sind. Der Eckstein ist und bleibt Jesus Christus/ Jeshua Ha Maschiach.


Die meisten Christen kennen die Herrenhutter Losungen oder ähnliches, dass uns täglich einen Spruch aus der Bibel zum Nachdenken und beten an die Hand gibt. Dazu gibt es dann oftmals auch noch einen Wochen und Monatsspruch. Manche denken allerdings, dass diese Sprüche zu sehr aus dem Zusammenhang herausgenommen sind und daher eher irreführend sein können als vertiefend. Und damit haben Sie sicherlich auch einen wichtigen Aspekt angesprochen. Die Bibel muss in ihrer Gesamtheit gelesen werden und nicht nur in einzelnen Versen. Dennoch sind es wichtige Tagesimpulse, die einzelne und uns immer wieder auch erbauen können und Gutes tun.


Die Juden haben es seit vielen Jahrhunderten und Jahrtausenden so gehalten, dass sie die fünf Bücher Mose in eine 52igen Wochenlesung einteilten. Somit hat jede Woche mit etwa drei Kapiteln der Bibel eine solche Lese- und Lerngrundlage ergeben.

Man nennt das Parascha.

Diese Passage haben jeweils einen hebräischen Titel, der oftmals schon sehr aussagefähig ist. Messianische Juden, die Jesus Christus, Jesuah Ha Massiach (Jesus der König und Auser wählte) schon kennengelernt haben, bedienen sich bereits viel intensiver dieses reichhaltigen Schatzes der Erläuterung und Erklärungen aus dem Alten Testament, in der Gesamtheitlich keit, wie aber auch des Neuen Testamentes. Hier wird oft die Paraschalesung aus den fünf Büchern Mose sehr wohl mit den neuen Testamentstexten zusammengeführt.
Wir dürfen nie vergessen, dass Jesus sich in all seinen Aussagen und Sprüchen, ausschließlich und schwerpunktmäßig auf das Alte Testament, die Tora und Propheten bezogen hat. In dem Sinn hat er nichts Neues gelehrt, sondern immer aus dieser Schatztruhe heraus gesprochen und gelehrt. Allein daran sehen wir, wie wichtig das Alte Testament und die Thora als Fundament sind.
Mit dieser neuen Einheit „wöchtentliche Bibelimpulse“ möchte ich also Impulse aus den Paraschalesungen für jeden Bibel interessierten Menschen geben, damit wir mehr an Reife und Tiefe bekommen können. Wenn wir wollen.

Es ist erstaunlich, was oftmals nur ein einzelner Satz, Gedanke, Impuls aus dieser wöchentlichen Parascherlesung für Auswirkungen und Bedeutungen hat. Gott hat dir unheimlich viel Gutes, Wissen, Erkenntnisse hineingepackt. Wer des Hebräischen mächtig ist kann das bestätigen. Die Thora aus dem hebräischen Urtext herausgelesen, gibt noch eine viel breitere und tiefere Erkenntnis um das, was Gott eigentlich ausdrücken wollte.

Jeder kennt es sicherlich, dass beim Lesen der Bibel ein Satz oder ein kurzer Abschnitt richtiggehend ins Auge und/oder ins Herz fällt und eine besondere Bedeutung bekommt. Im Hebräisch / jüdischen hat man nämlich vier Ebenen in denen man Bibel lesen kann.

Die Tora kann also auf vier verschiedenen Ebenen betrachtet werden:

1.Pschat (einfacher Sinn),

2.Remes (Hinweis),

3. Drasch (Exegese) und

4. Sod (Mystik)

Die erste Ebene kennen wir alle. Durch die Bibel zu lesen( mit oder ohne Bibelleseplan) und die biblischen Geschichten zu kennen und erkennen, beginnt häufig schon im Kindesalter, wenn man christliche Eltern hat.

Oder dann später, wenn man zum Glauben an Jesus Christus/Jesuah Ha Maschiach gekommen ist.

Und jetzt fängt die Suche an. Um in die zweite, dritte und vierte Stufe zu kommen braucht es Zeit, Liebe, Hingabe also auch Leidenschaft und Intensität.
Oftmals haben die Lehrer, die dieses auch für sich selbst erlebten, ihre Erkenntnisse Offenbarungen und Impulse dann in verschiedene Bücher be und geschrieben. Dort kann man  schon einiges herauslesen. Wenn man möchte.
Ich selbst empfehle aber sich nach persönlichen Erkenntnissen, die man bei der Beschäftigung mit der Bibel sehr wohl haben kann, vor allem wenn man sich damit intensiver beschäftigt, auszustrecken. Der Heilige Geist hilft einem dabei. Bücher zu lesen und sich damit eine Basis, ausserhalb der Bibel selbst, zu schaffen ist sicherlich gut. Darin stecken zu bleiben weniger.


Viel Freude somit bei diesen wöchentlichen Gedanken !!!


1.9.2022


Nach Sukkot also im Oktober 22 beginnt ein neuer Jahreskreislauf der Parashalesung. Ab dann werden die entsprechenden Kurzimpulse als Audio und später auch als PDF zu finden sein.

Bis dahin kommen gelegentliche generelle Gedanken und dem Punkt B, die sie auch nutzen können.