fire and flame

Verlag, Seminare und interreligiöser Austausch



Parashas – biblische Wochenlesungen

EINFÜHRUNG

In der Tora, den fünf Büchern Mose, die wichtigsten Bücher des AT (zusammen mit den Propheten)  für die Juden, genauso wie für die Christen in der Bibel, als die Gesamtheit von Altem und Neuen Testament, gibt es sehr viel zu lernen. Es sind nicht nur spannende Geschichten und inhaltsreiche Briefe, sondern es sind sehr viele Schlüssel und Prinzipien in diesen verschiedenen einzelnen Büchern der gesamten Bibel verborgen.

Viel Freude somit bei diesen wöchentlichen Gedanken !!!

Nach Sukkot also im Oktober  beginnt ein neuer Jahreskreislauf der Parashalesung

DIE PARASHAS DES BIBLISCHEN KREISLAUFS 
2022 BIS 2023 FINDEN SIE HIER!
 

oder als Druckausgabe in unseren Buchshop

Neunzehnte Wochenlesung - Terumah "Hebeopfer"

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16.02.2024, 16:32

2.Mose 25,1–27,19; 2.Kor.10-13; Psalm 6+38+51; 2.Kö.1-13; 1.Kö.5,26-6,13; Matthäus 12,46-13,58; Hebräer 8,1-6, 9,1-28+10,1

Das Wort „Terumah“ als Titel dieser Parasha heißt im hebräischen „geben, spenden, einlegen, mitwirken“. Diese Gabe des „Gebens und Mitwirkens“ ist ein sehr wichtiges und sehr großes Ding, weil es generell das...   mehr




Achtzehnte Wochenlesung - Mischpatim "Rechtsordnung"

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12.02.2024, 10:08

2. Mose 21,1-24,18; 2. Könige 12,1-17; Jeremia 34,8-22; and Matthäus 5,38-42; Markus 7,1-23; Apg 23,1-11 and Hebräer 10,28-39. Lukas 7,1-8,3; Kol. 3,1–25

Wir haben über Mischpatim, also Gesetzesordnungen und viele andere Bedeutungen dazu, im letzten Jahr ausführlich gesprochen. Die entsprechende Wortbedeutung und vieles mehr könnt ihr auf der Webseite oder in...   mehr




Siebtzehnte Wochenlesung - Yitro (Jethro)

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02.02.2024, 21:16

2. Mose 18,1–20,3; Jes. 6,1–13,6; 9,5–6; 1.Kö. 12-25; Psalm 66+67+68; 1. Joh. 5,1–11; 2.Kor 1-5; Matthäus 6,1-8,1

Auch zu dieser Woche könnt ihr im Vitamine Buch bereits die vielen Impulse vom letzten Jahr nachlesen. Dieses Jahr wollen wir uns weiter mit dem Verhältnis Mose mit Jitro, dem Ruf Gottes an Mose hinauf auf...   mehr




Sechzehnte Wochenlesung - Beschalach "Als er ziehen ließ"

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26.01.2024, 19:13

2. Mose 13,17-17,16; Richter 4,4–5,13; Lukas 2,22-24; 1.Korinther 10,1-13; Offenbarung 15,1-4. Matthäus 5,1-48; 2. Petr. 1

Schon im letzten Jahr konnten wir einiges über den Pharao, seinen Zorn nachdem die Israeliten geflohen waren, lesen. Immerhin hatte er gerade zehn Plagen durchlaufen, seinen ältesten, also erstgeborenen Sohn...   mehr




Fünfzehnte Wochenlesung - Parasha Bo "Komm"

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22.01.2024, 18:00

Teil 2

Israel ist, im rechtlichen und tatsächlichen Sinn, nicht die erstgeborene Nation in der Welt. Es gab schon lange vorher andere Nationen. Aber diese Nation ist von YHWH ins Leben gerufen worden, damit die...   mehr


18.01.2024, 18:48

2. Mose 10,1 – 13,16; Jeremia 46,13–28; Psalm 58+59+60+61; 2.Sam 21-24; Joh. 19,31-37; 1.Kor 6-10; Offenbarung 9,1–21+ 16,1-21.

Im letzten Parascha oder Wochenlesungskreislauf gab es für die 15te Woche schon viel zu lesen und zu erkennen. Die letzte Woche hatten wir mit einer erstaunlichen Frage abgeschlossen. Es ging um den freien...   mehr




Vierzehnte Wochenlesung - Wa´era "und ich erschien"

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16.01.2024, 19:12

Teil 2

In allem, was wir gelesen haben, lernen wir immer besser, das GOTT sehr genau weiss, was ER an Gaben in uns platziert hat und dass ER unsere Charakterzüge sehr wohl kennt, wie auch die Umstände, in die er uns...   mehr


12.01.2024, 17:16

2. Mose 6,2 – 9,35; ;  Hesekiel 28:25 - 29:21; Psalm 55+56+57; 2.Sam 9-20; 1.Kor 1-5; Offenbarung 15:1–16:20

„Und YHWH redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin YHWH und ich bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der mächtige Elohim, aber mit meinem Namen YHWH habe ich ihnen nicht offenbart.“ (2. Mose...   mehr




Dreizehnte Wochenlesung - Shemot

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09.01.2024, 18:01

Teil 2

Holen wir uns in Erinnerung, dass die Nachkommen Jakobs nur insgesamt 70 Personen ausmachten, die gemäß zweiter Mose 1,5 nach Goshem kamen. Josef war ja bereits dort. Aber sie hatten sich so enorm vermehrt,...   mehr


07.01.2024, 16:35

2. Mose 1,1 – 6,1; Psalm 110+111+112; 2.Sam 1-8; ; Jesaja 27,6–28,13, 29,22–23; Jeremia 1,1–2,3 ; Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-44; Hebräer 11,23-26; Römer 12,1–21; 2.Thess + Apg 19;

Diese Wochenlesung Shemot hat einige Besonderheiten. Sie verbindet uns mit den anderen Hauptbestandteilen der Tora, indem sie uns mit den Propheten und dem Neuen Testament verknüpft und uns zurück zum Anfang...   mehr




Zwölfte Wochenlesung - Wajechi "und er lebte"

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02.01.2024, 11:19

Teil 2

Kommen wir jetzt noch mal auf die Vaterrolle und damit zu Jakob zurück. Ein interessanter Satz von ihm, gerade in Bezug auf seinen Tod war, dass er sicher stellen wollte, dass seine Knochen nicht in einem...   mehr


29.12.2023, 18:58

1.Mose 47,28 – 50,26; 1.Thess. … ; Psalm 52+53+54; 1.Sam 21-31; 1 Könige 2,1–12; 1. Pet. 1,3-9; Joh. 10,1–21;

Im der letzten Jahresparaschazyklus, der im Buch „Vitamine für die Woche“ festgehalten ist, lesen wir zu dieser Wochenlesung schon sehr viel Interessantes. Zuletzt wurde erzählt, dass Josef seine Brüder und...   mehr




Elfte Wochenlesung - Vayigash "und er kam nahe/trat heran"

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26.12.2023, 23:15

Teil 2

Wir können also schon erahnen, dass die verschiedenen Geschichten aus dieser Wochenlesung zusammenhängen. Obwohl sie so unterschiedlich scheinen, ergänzen sie sich doch. Wir haben uns im ersten Teil diesmal...   mehr


22.12.2023, 06:43

1. Mose 44,18—47,27; Psalm 116+117+118; 1.Sam. 11-20; Hesekiel 37,15-28; Eph. 2,1–22; Apg. 16-18; Joh. 5,1-47

Diese Wochenlesung zeigt uns wieder einige neue Facetten in der Geschichte Israels und speziell Josefs und seinen Brüdern. Wir lesen darüber, wie Juda aufsteht und seinen kleinen Bruder Benjamin...   mehr




Zehnte Wochenlesung - Mikez " Am Ende"

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19.12.2023, 16:13

Teil2

Bleiben wir weiter bei Josef, dem Vorschatten auf Yeshua, wenn auch mit vielen Parallelen und doch bei weitem nicht gleich. Aber die Tatsache, dass Josef, unerwartet und plötzlich, innerhalb eines Tages...   mehr


14.12.2023, 16:34

1. Mose 41, 1 – 44,17; 4.Mose 28,9 – 15+ 7,42-47 ; 1.Könige 3,15-4,1; Psalm 108+109; 1.Sam 1-10; Sacharja 2,10-4,7; Johannes 1,1-18+ 10,22-28; Lukas 24, 13-29.

Letzten Jahr haben wir für diesen Parashakreislauf schon sehr viel Punkte gefunden. Nachlesen ist empfehlenswert. Also lernen wir, dass das Licht der Torah, der 5 Bücher Mose, vor allem auch in seinen...   mehr




Neunte Wochenlesung - Vayeshev "und er ließ sich nieder/ er lebte/ wohnte"

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12.12.2023, 06:34

Teil 2

Bevor wir nochmals mit Josef weitermachen, einen kurzen Hinweis auf Juda. Juda hatte letztlich das Leben von Josef gerettet. Aber da dieser dann doch in die Sklaverei verkauft war, hat er sein zu Hause...   mehr


07.12.2023, 21:06

1.Mose 37,1–40,23; Amos 2,6–3,8; Psalm 106+107, Ruth 1-4; Apg. 7,9-16; Römer 8,18–39; Jakobus 3-12

Ich empfehle zuerst die Wochenlesung von letztem Jahr zu lesen, weil hier schon einiges ausgeführt ist. Zu finden im Buch „Vitamine fürs Jahr“ (in meinem Verlag), als Voraussetzung für die aktuelle Parasha,...   mehr




Achte Wochenlesung - Vayeslach

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05.12.2023, 16:46

Teil 2

Im zweiten Teil wollen wir noch ein wenig mit der sich nur sehr langsam erkennbaren Veränderung des Charakters Jakobs, nach dem Ringen mit dem Engel des Herrn, befassen. Denn das hat für uns heute noch...   mehr


02.12.2023, 10:21

1. Mose 32,4-36,43; Obadja 1,1-21; Matthäus 2,13-23

In dieser Wochenlesung haben wir vor allem mit zwei grossen Bereichen zu tun. Die Überquerung des Jakob vom kleinen Fluss Jabokk, um seinem Bruder Esau zu treffen und damit die Begegnung von Jakob und Esau,...   mehr




Siebte Wochenlesung - Vayera "und er zog aus"

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28.11.2023, 10:41

Teil 2

In Teil 2 werden wir uns erneut mit der Kraft von Träumen beschäftigen. Über die Jakobsleiter haben wir ja schon etwas lesen können. Wenn Gott Träume nutzt, um uns Nachrichten zu übermitteln, gibt es...   mehr


24.11.2023, 15:22

Wajeze „Und er zog aus“: 1.Mose 28,10 – 32,3; Apg. 6-10; Psalm 119,1-88; Richter 1-9¸ Hosea 12,13 – 14,10; Psalm 119,1-88; Johannes 1,43-51; Epheser 4,1–32

Schon im letzten Jahr konnten wir in dieser Wochenlesung einiges über Jakob erfahren, der mit Josef zusammen, die Hauptperson in dieser Parascha sind. Jakob wird während seines Lebens von einem sehr unreifen...   mehr




Sechste Wochenlesung - Toldot "Generationen/Geschlechter"

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22.11.2023, 17:27

Teil 2

Weil wir uns nun schon mit einigen Ehen beschäftigt haben, machen wir diesbezüglich auch eine Art Abschluss und gehen erst im nächsten Kreislauf wieder auf die (dienende) Verwalterschaft ein. Ehe und der...   mehr


19.11.2023, 10:50

1.Mose 25,19 – 28,9; Josua 13-24; Maleachi 1,1–2,7; Römer 9,6–29; Hebräer 12,14-17; Psalm 1+2+5; Apg. 1-5;

Toldot, Geschlechter oder auch Generationen. Ein ganz wichtiges Prinzip Gottes. ER nennt sich bewusst und bestimmt: „der Gott Abraham, Isaaks und Jakobs“, also der Gott der drei Generationen. Wir haben in...   mehr




Fünfte Wochenlesung - Chaje Sara "Das Leben Saras"


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11.11.2023

1.Mose 23,1 – 25,18; Psalm 22+40+41; Josua 1-12; 1 Könige 1:1–31; 1.Petrus 3:1–7; Matthäus 8:19-22; Lukas 9:57-62 + 21-24.

In dieser Wochenlesung geht es um das Leben Sarahs, „Chaje Sarah“.
Wir haben letztes Jahr schon einiges, speziell über Sarah, lesen dürfen.

Es startet mit 1. Mose 23.1 … “und das Leben von Sarah…“
Aber auch noch ein interessanter Punkt bleibt ihr genanntes Alter.
„Und Sara wurde hundertsiebenundzwanzig Jahre alt; das sind die Lebensjahre Sarahs.“ (1. Mose 23,1)
Es wird ausdrücklich betont, dass sie 127 Jahre alt war und dies ihre Lebensjahre waren.
Durch diese Verdopplung und die Einfügung des Wortes „Leben“, chai, wird im Rabbinischen betont, dass sie nicht nur 127 Jahre alt wurde, sondern dass ihre Zeit mit Leben gefüllt war.
Die hebräische Sprache ist die einzige Sprache, in der jeder Buchstabe eine drei fache Bedeutung trägt: 1. ist Buchstabe, 2. Träger des Zahlenwerts und 3. hat eine bildhafte Bedeutung.
Die Zahl 27 z.B. schreibt man im Hebräischen „(Konsonant) Kaph+ Zayin“.
Das bedeutet eine offene Hand im Dienst der geistlichen Kriegsführung.
27 steht für den Dienst der Errettung.
Wenn ich 27 in 10 + 17 auseinander nehme, ist 17 die Zahl für Sieg und 10 für das göttliche Gesetz.
27 ist so der Dienst der Errettung durch die Offenbarung des Gesetzes, besser der Unterweisungen und ist somit ein Teil des Wortes YHWHs.
Als Sarah mit 127 Jahren starb, war das, was folgte (qoph=100) der Dienst der Errettung mit der Offenbarung des Gesetzes.
Durch ihren und Abrahams Samen (Isaak) wurde der Sohn der Verheißung (als Bild auf Yeshua) geboren.
Ist das nicht erstaunlich.
Aber es wird noch besser.
Zurück zur Zahl 127, die wir ebenfalls im Buch Esther 1,1, finden: „Zu den Zeiten des Ahasveros, der König war vom Indus bis zum Nil über 127!! Länder.“
Da das Torahprinzip von Jesaja 46,10 immer gilt d.h. „Ich habe vom Anfang her das Ende verkündet“, finden wir hier eine Art Vorschatten auf die Länder des Königs, die mit dem Evangelium der Errettung d.h. mit der Offenbarung des Gesetzes erreicht werden.
Das ist das Evangelium des Königreiches, dass am Ende der Tage gepredigt wird. Ahasveros lässt also im Buch Esther seine Königin Wasti am 7ten Tag rufen, aber diese erschien nicht (Esther 1,10) und der König wurde sehr zornig.
Der siebte Tag steht somit auch für den Shabbat und das Shabbatmillennium
Könnt ihr sehen, wie durch Zahlen im Wort d.h der Bibel ganze Botschaften transportiert werden, und damit das Wort immer wieder so brandaktuell und prophetisch ist.

Sarahs Todesjahr ist also, durch und wegen der Zahl 127, ein Vorschatten auf das Predigen des Evangeliums vom Königreich im ganzen Königreich (der Welt).

Sarah und Abraham, die ihren Sohn ja erst mit 90 bzw. 100 Jahren bekamen, sind uns ein Vorbild, dass man auch im Alter nicht einfach nur in seinem Schaukelstuhl sitzen braucht, sondern tatsächlich noch weitere goldene Jahre erleben kann.
Man kann vital und aktiv auch bis ins hohe Alter sein.
Ps 92, 14 beschreibt genau das.

Von Beiden: Abraham wie auch Sarah, wurden signifikante Leistungen nicht in ihrer Jugend, sondern erst in den späteren Jahren ihres Lebens erreicht und damit ihr Leben noch mal besonders erfüllt.
Auch Kaleb ist ein solches Beispiel.
Immerhin hat er mit 85 Jahren noch gebeten den Berg, der so gefährlich war, als Erbe zu erhalten, um es zu erobern. (Joshua 14,10 bis 12).

Auf die Tatsache, dass Sarah einiges auszuhalten hatte, sind wir schon intensiver eingegangen.
Aber ich möchte noch einmal betonen, dass ihr Optimismus, ihre innere Ruhe und Gelassenheit, die in dieser Art eigentlich nur durch den Glauben an und in Gott hervorgerufen werden kann, weil allein ER uns diese Stärke gibt, mit solchen Widrigkeiten und Trübsalen fertig zu werden.
Das lesen wir auch in Hebräer 10,36.
Auch die Tatsache, dass hinter jedem großen Mann eigentlich eine reife, gestandene Frau stehen kann und sollte, finden wir in Sprüche 31.10 bis 11.
Sie ist mehr Wert, als Rubine.
Und das Herz ihres Mannes kann ihr bedingungslos vertrauen.

In dieser Wochenlesung gehen wir nun auf einen weiteren Teil tiefer ein.
Es geht nämlich um die Wahl einer Ehefrau für Abrahams Sohn Isaak durch Eliëser, Abrahams Diener.
Sarah stirbt und Abraham bittet seinen Knecht Eliëser, eine Frau für seinen Sohn Isaak zu wählen und zu holen.
Er gibt Eliëser insofern klare Anweisungen, dass dieser keine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nehmen darf und soll, sondern eine Frau aus seiner Verwandtschaft finden/suchen und dann holen soll. (1. Mose 24,4).
Das Gespräch zwischen Abraham und Eliëser ist sehr genau dokumentiert.
Eliëser sollte allein diese Wahl in Abrahams Vaterland treffen und dort hat er absichtlich eine besonders liebevolle und sanftmütige Frau für Isaak herausgesucht, die aber dennoch entscheidungsfreudig, leidenschaftlich und dadurch in göttlichem Tun gefestigt war.
Immerhin lernte er Rebecca kennen, als sie sich um Fremde (ihn) und eben auch um Tiere kümmerte.
ABER weniger um sich selbst.
Im übertragenen Sinne könnte man sagen; Sie war der Typ Frau, die Gottes Absichten und Ziele erkennen kann, und dann, wenn sie es getan hat, auch nicht zögert sofort danach zu handeln.
Als feststand, dass Rebecca sich entschieden hatte, die Frau von Isaak zu werden, wollte sie das auch sofort umsetzen, obwohl ihre eigene Familie ihr noch Ausreden zur Verfügung stellte, damit sie länger bleiben könnte.
Aber sie hatte sich entschieden und dann wurde es auch in die Tat umgesetzt.
Aber wir können tatsächlich auch sehen, dass die Ehe von Abraham und die Ehe von Isaak eigentlich ziemlich deutlich zeigen, wie wichtig es ist, einen passenden Partner zu finden, der innerhalb der geistigen Qualitäten den eigenen entspricht.
Dies ist weit wichtiger als nur die physischen Attribute, wie Schönheit oder Figur, auch wenn Schönheit und ein gutes Aussehen, nach außen hin, hilfreich sein können.
Also auch in diesem so wichtigen Teil unseres Lebens hat Gott einen Plan für uns.
Aus Gottes Hand, dessen Wahl für „meinen Lebenspartner“ und nicht nur von uns selbst annehmen zu können, und diese Person nicht schon innerlich abzulehnen, wegen mancher anderen Faktoren, ist oft mehr als herausfordernd.
Denn nur mit dem richtigen Partner ist es auch wahrscheinlich, dass wir tatsächlich unsere Berufung erfüllen, und ein Erbe hinterlassen können.
Um das auch erreichen zu können, ist es auf alle Fälle sinnvoll, den Lebenspartner im Gebet zu suchen und den HERRN um Hilfe zu bitten.
Schwierig wird es nur dann, wenn man eigentlich andere Vorstellungen hat und diese unbedingt durchsetzen will.
Wir müssen uns dann auch immer wieder demütig unter die Hand Gottes beugen, um wirklich auch für uns - innerlich letztlich erfolgreich und zufrieden - zu sein.
In Psalm 31 finden wir einiges über die perfekte Frau.
Innere Haltungen und Verhaltenscharakteristiken, die Gott gerne für Partner findet, ist z.B. die liebevolle Fürsorge, Gnade/ Barmherzigkeit, Selbstlosigkeit und manches mehr in dieser Richtung.
Jeder von uns muss sich hier auch selber prüfen lassen, wo man noch Luft nach oben, in der Verbesserung seiner eigenen Charaktereigenschaften hat.
Aber wenn Gott schon im Leben von Abraham und Isaak so offensichtlich mit dem passenden Partner etwas für die Entwicklung Israels als Gesamtnation, erreichen wollte, gilt das auch für uns.
Gott hat immer einen großartigen Plan für jeden unserer Leben, und jedes unserer Leben, hat eine spezifische Rolle in diesem Plan.
Nur ist uns dies oftmals weder bewusst, noch suchen wir danach.
Wir haben schon so oft gehört, dass Gott für dich und für mich einen Plan hat, aber wir können uns nichts drunter vorstellen und lassen es dann häufig genug einfach unter den Tisch fallen.
Vergessen wir nicht, dass Gott den Menschen mit einem gesunden Verstand und mit Vernunft ausgestattet hat.
Er weiß genau warum er dich und mich zu diesem Zeitpunkt in diese Welt gesetzt hat.
Weil jeder von uns Eigenschaften hat, die das Voranbringen von Gesellschaft und Familie in positiver Weise unterstützen soll und auch kann.
Es wird also immer so sein, dass die Vorhersehung und die Fürsorge Gottes, im Zusammenspiel mit einem gesunden Menschenverstand, uns letztlich auch den Erfolg und die Segnungen, die Gott für unser Leben hervorbringen und sichtbar machen möchte, auch erreicht.
Aber es wird auch immer wichtiger, dass wir uns mehr und mehr auf Gott verlassen und ihm vertrauen.
Das bedeutet eine immer größer werdende Abhängigkeit von Gott und nicht von unserem Ego, also von uns selbst, oder gar anderen Menschen.

Kommen wir also wieder auf Kapitel 24 zurück, in dem Eliëser seine fast unmöglichen Prüfungen eine Frau zu finden, beschrieben sind.
Uns sollte mal wieder auffallen, dass Eliëser 10 Kamele, die mit allen guten Sachen des Landes beladen waren, mitnahm.
Die Bedeutung liegt hier wieder auf zehn, so wie wir eben zehn verlorene oder vertriebene Stämme Israels haben, die wie Kamele auch besondere Aufgaben für das Reich Gottes und für Israel tun sollen, aber noch in die Nationen verstreut sind.

Kommen wir zum Mädchen Rebekka und der Tatsache, dass sie nun Braut und dann Ehefrau werden soll.
Für Eltern wird es nie leicht sein eine Tochter, wenn auch einem wichtigen Mann (wie z.B. Abraham), zu übergeben, wenn man weiß, dass sie dann so weit weg ziehen wird.
Da hat Laban im ersten Mose 31,50 fast den einzig vernünftigen Satz ausgesprochen, nämlich dass wenn Isaak seine Tochter misshandeln würde, es richtig Prügel gäbe.
Hier ging es allerdings nicht um Rebecca, sondern um Lea und Rachel im Fall von Jakob.
Für Eliëser, der das Gewicht seiner Verantwortung sehr wohl verstand, und sich auch der Schwierigkeit seines Auftrages bewusst war, steht deshalb in 1. Mose 24.5. Es war bedeutsam als er Abraham fragte: „was tue ich, wenn die Frau, die ich erwählt habe, nicht mitkommen will“?
Für Abraham war es absolut essentiell, dass Isaak das verheißene Land nicht verlassen sollte, also nicht seiner Frau in deren Land folgen durfte.
Würde also die Auserwählte Eliësers nicht mitkommen, war Eliëser von seinem Auftrag frei und man würde eine hiesige Braut finden.
Aber noch einmal. Es war bedeutsam, dass ein Diener mit einer so immensen Aufgabe von Abraham betreut wurde.
Es zeigt die enge Verbindung zwischen Eliëser und Abraham und das gegenseitige Vertrauen, denn wie so oft haben wir auch in diesen Geschichten eine geistige und eine irdische Ebene.
Geistig war es unter anderem auch wichtig, die passende Ehefrau in dieser Richtung zu finden und weltlich gesehen, dass auch die Familie sie in Ruhe wegschicken kann und sie das auch will.
Auch wenn es ein weit entferntes Land ist, um dort einen Fremden zu heiraten.
Es war auch herauszufinden, welche Art von Familie hinter dem Mädchen stand.
War es eine gierige Familie, die sich, wie in diesem Fall nur auf den Reichtum Abrahams gestürzt hat und würde das Mädchen in gleicher Weise agieren, oder will man vielleicht sogar ein schwieriges Familienmitglied (eine solche Tochter) loswerden.
Das sind Ursprungsfragen, die sich Eliëser stellten, als er das Verhalten von Rebecca im Umgang mit ihm und den Tieren mehrfach in anderer, besserer Weise, beobachten konnte.
Und sogar, wenn eine Wahl getroffen ist, stellt sich jedem von uns dann auch noch die Frage, ob das auch wirklich Gottes Wahl ist.
Und bei solch schwierigen Umständen und solchen weitreichenden Folgen war es für Eliëser, und ist es auch für uns heute, eine gute Sache, ein Vlies auszulegen.
In dem Fall 1. Mose 24,14 hat er eine bestimmte Aussage von dem Mädchen erwartet.
Sie konnte es nicht wissen.
Nur der Heilige Geist, nur Gott selbst konnte das in ihren Mund legen.
Eine Herausforderung für Gott denken wir? In keinster Weise.
Wir dürfen auch nicht die Lebensumstände von damals außer Acht lassen.
Arbeiten, wie Wasser holen, für Tiere sorgen, war Arbeit für Sklaven.
Aber ein gut erzogenes Mädchen aus einer guten Familie würde das normalerweise nicht tun.
Sie würde sich nicht demütigen oder auch vor harter Arbeit zurückschrecken.
Hier haben wir eine Parallele zu Ruth, die allerdings kein jüdisches Mädchen war, sondern eine Moabiterin.
Aber auch Rebecca kam zwar aus Abrahams weit entfernten Familie, aber eben nicht aus seiner direkten Familienumgebung.
Vergessen wir nicht, und ziehen hier den Vergleich in die heutige Zeit, dass damals das Herauspumpen und Einschütten von Wasser, um es dann an den Zielort zu tragen, sehr harte, schwere Arbeit war.
Nicht sehr romantisch.
Dann war es damals völlig undenkbar, dass ein Mädchen von einem guten Haus einen Fremden anspricht und dann auch noch einen Mann.
Und im dritten schlimmen Schritt ihm auch noch Wasser holt und zu trinken gibt.
Eliëser hat zwar gefragt (1. Mose 24,17b), aber das auch auszuführen wäre für ein wohlerzogenes Mädchen nicht passend gewesen.
Und dieses Mädchen diente sogar noch den zehn Kamelen.
Welche Schlussfolgerungen könnten wir auch in der geistigen Dimension hier ziehen?
Sogar heute noch würden wir nicht unbedingt mit Kamelen und der Wüsten, aber in einem ähnlichen Umfeld von Armut, solche Arbeiten eher von einem gestandenen Mann mit starken Armen für solche Aktionen erwarten.
Allerdings im Gegenzug zu einer vernünftigen Bezahlung, und nicht von einem jungen Mädchen.
Immerhin konnten und können Kamele bis zu 50 l Wasser in 10 Minuten wegschlürfen.
Das alles zu füllen, und dann auch noch für zehn Kamele, da bist du eine ganze Weile beschäftigt.
Und obwohl Rebecca all dies freiwillig und ohne zu murren tat, heißt es im ersten Mose 24,21 das auch Eliëser nichts weitersagte, sondern sie nur sehr genau beobachtet hatte und immer noch wartete, ob das der Erfolg für seine Reise war. Rebecca hatte alle Bedingungen, ohne dass sie wusste, dass es solche überhaupt gab, erfüllt und dennoch wartete Eliëser auf ein Zeichen von Gott.
Mehr als erstaunlich.
Und dann hatte sie ja auch wirklich diese Worte gesagt.
Jetzt war aber noch wichtig herauszufinden, ob sie überhaupt für eine Heirat frei war.
Also lasst uns begreifen, dass göttliche Vorhersehung in Verbindung mit menschlicher Weisheit, die zusammenarbeiten, sehr erfolgreich die Wege Gottes ebnen können.
Wie clever Eliëser wirklich wahr, in der Erfüllung dieser schwierigen Aufgabe für Abraham, können wir auch daran sehen, dass er sehr wohl ganz richtig und real die Umgebungsfaktoren, rund um Laban, richtig einschätzte und auch seine Ass Karten aus dem Ärmel zog.
In diesem Fall war es Gold, Silber und Schmuck.
Abraham war reich.
Deshalb ist die Rede von Eliëser bis zu 1 Mose 24, 49 clever.
Er präsentierte seinen Herrn im besten Licht.
Sein großer Reichtum, aber auch mit einer indirekten Drohung. Warum?
Nun entweder seid ihr so freundlich und gnädig und gebt mir die Tochter mit oder ich brauche Nichts weiter zu machen.

Somit ist, wie heute auch, der wirtschaftliche Aspekt sehr wohl Top Priorität.
Wir finden auch noch ein paar andere Auffälligkeiten in Eliëser Verhalten und Wiedergabe von Rede, die er als Auftrag von Abraham oder auch bei Rebecca erlebt hat.
Er gibt deren Rede oftmals nicht in derselben Weise, sondern verdreht oder leicht anders weiter. Warum?
Hat Eliëser hier etwas herausgefunden?
Und wieder sind wir beim gesunden Menschenverstand.
Eliëser tauscht im Hebräischen erkennbar das Wort „Chesed“= Gnade / Barmherzigkeit gegen „Salach“= Erfolg aus, weil er erkennen musste, dass in dem Haus von Laban Gnade und Barmherzigkeit nicht zum Erfolg führen würde. Interessanterweise war aber gerade Rebecca so anders, wie die gesamte Familie. Sie war barmherzig. Sie war offen. Sie war nicht gierig.
Rebeccas Gastfreundschaft war ähnlich Abrahams Gastfreundschaft, der einer solchen einen hohen Stellenwert einräumte.
Und somit war sie die richtige Frau für Abrahams Sohn.
Weil sie in Barmherzigkeit und Gnade für ihren Mitmenschen wandelte, konnte Gott sie auch weiter gebrauchen.
Als Vorbild, was er als der Herr in sich trägt: Gnade und Barmherzigkeit.
Wir sollen dies unseren Mitmenschen auch spiegeln.
Ähnlich ist es bei Abraham.
Er war barmherzig, hilfreich. Auch Lot gegenüber. Rettete ihn noch und in seiner Barmherzigkeit zeigte er den Menschen, zu denen er hinkam, was das bedeuten kann. Da ist aber ein Essenzanteil Gottes.
Abraham spiegelte somit bereits Gottes Wesen für die Umgebung wider und er vererbte das auch, so dass die anderen Nationen diese Gnade und Barmherzigkeit also lernen können.
Auch Eliëser ist uns ein Vorbild für solche Aufträge.
Bei so wichtigen Aufträgen bleibt man konstant mit JHWH in Verbindung und unter der Leitung des Ruach Ha Kodesch.
Aber er passt sich auch an.
Auch das was er redete mit denjenigen, die ihm begegneten, also das Haus des Labans.
Im Neuen Testament würden wir sagen, dass er die Menschen dort abholte, von wo sie eigentlich kamen.

Noch mal zurück auf die zehn Kamele.
Wenn diese ein Bild für die zehn verlorene Stimme sind, müssen wir uns fragen, ob wir Ihnen überhaupt Wasser oder genug Wasser und richtiges Wasser geben. Nämlich das lebendige Wasser Yeshuas.
In der Art und Weise, wie sie, die Juden, es wirklich auch annehmen und trinken können.
So, dass Sie ihren Weg zurück zum Herrn und zu ihrer Berufung finden werden.

Wir können also aus dieser Geschichte hinter den Zeilen einiges erkennen.
Wir müssen uns selbst immer wieder die Frage stellen, wie ich Gottes Willen erkennen kann, ohne dass alles quasi schriftlich von Gott her gegeben wird.
Wie sehe ich die Tests von Eliëser für Rebecca und wie kann ich sie für mich heute anwenden?
Sowie auch die Nutzung. Und auch Sprüche 16, 33, wo es um das Fallen der Würfel geht, werden solche Vliese erwähnt.
Wir finden eine ganze Reihe von Hinweisen in der Bibel in dieser Richtung, auf die ich jetzt nicht tiefer eingehen kann.
Und sicher ist Vliese auslegen, oder Würfel fallen lassen, um eine: Ja /Nein Antwort zu bekommen, auch als ein Zeichen von Unsicherheit und wir können uns nicht dauerhaft darauf verlassen.
Aber auch wenn es keine Gewohnheit werden darf, weil wir im Glauben wachsen und in den Entscheidungen für Gottes Aufgaben reifen können und sollen, wird es immer ein wichtiges Mittel bleiben, um auch in sehr schwierigen Dingen Klarheit zu bekommen.



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Vierte Wochenlesung - Wajera "...und es erschien"

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07.11.2023, 19:53

Teil 2

Kommen wir nun zu den Frauen in dieser Wochenlesung. Wir haben Sarah und Hagar. Nehmen wir als erstes Sarah. Die persönliche und psychologische Betrachtung des Lebens von Sarah und dem auf der...   mehr


05.11.2023, 11:53

1. Mose 18,1 – 22,24; 2 Kings 4:1–37; 2 Peter 2:4-10; Psalm 113+114+115 Hiob 32-42; Lukas 1:26–38, 24:36–53 + 16-20; 2 Peter 2:4-10; Hebrews 6:13-20

Wie im letzten Jahresparaschakreislauf haben wir vertiefend über das Leben Abrahams gesprochen. Tatsächlich sind in diesem Wochenlesekreislauf wieder Abraham, Lot, Sarah und Hagar die Hauptpersonen. Von allen...   mehr




Dritte Wochenlesung - Lech Lecha "Geh hin-Geh für dich"

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28.10.2023, 13:43

1.Mose 12,1–17,27; Jesaja 40,27–41,16; Johannes 8,51-58; Kolosser 2,11-15; Hebräer 7,1-19; 11,8-12; Matthäus 1,1–17

Über den Mann Abraham, um den es hauptsächlich in dieser Wochenlesung geht, gibt es sehr viel zu sagen. Schon in der letzten Jahresreise haben wir uns auch mit seiner Ehe und seinem Verrat an Sarah und dessen...   mehr




Zweite Wochenlesung - Noach "Noah/Ruhe"

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23.10.2023, 09:22

. Mose 6:9–11:32; Psalm 104+105; Hiob 11-21Isaiah 54:1–55:5+ 66,1-24; Lukas 1:5–10+ 17,20—27

In dieser zweiten Wochenlesung haben wir es mit Noah zu tun. “Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. (1. Mose 6:9) Eine...   mehr




Bereshit - "Im Anfang"

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18.10.2023, 09:51

Teil 2

In der Zusammenfassung haben wir es in dieser ersten Woche der Jahreskreislauf-Paraschalesung auch mit der Verwalterschaft oder mit der dienenden Leidenschaft zu tun. Immerhin hatte der erste Adam diese...   mehr


16.10.2023, 17:47

1. Mose 1,1-6,8 Jesaja 42,5-43,10; Matthäus 1:1-17; Offenbarung 1:1-5; 22:1-21 Johannes 1,1-17

Wir beginnen einen neuen Lesekreislauf für 2024/25 oder 5784 im Hebräischen.
Jedes Parascha- oder Lesejahr beginnt mit dem ersten Buch Mose oder Genesis, Kapitel 1 „Bereshit“.
Wir werden dieses Mal ein...

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