fire and flame

Verlag, Seminare und interreligiöser Austausch



Parashas – biblische Wochenlesungen

EINFÜHRUNG

In der Tora, den fünf Büchern Mose, die wichtigsten Bücher des AT (zusammen mit den Propheten)  für die Juden, genauso wie für die Christen in der Bibel, als die Gesamtheit von Altem und Neuen Testament, gibt es sehr viel zu lernen. Es sind nicht nur spannende Geschichten und inhaltsreiche Briefe, sondern es sind sehr viele Schlüssel und Prinzipien in diesen verschiedenen einzelnen Büchern der gesamten Bibel verborgen.

Viel Freude somit bei diesen wöchentlichen Gedanken !!!

Nach Sukkot also im Oktober  beginnt ein neuer Jahreskreislauf der Parashalesung

DIE PARASHAS DES BIBLISCHEN KREISLAUFS 
2022 BIS 2023 FINDEN SIE HIER!
 

oder als Druckausgabe in unseren Buchshop

Neunzehnte Wochenlesung - Terumah "Hebeopfer"

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16.02.2024, 16:32

2.Mose 25,1–27,19; 2.Kor.10-13; Psalm 6+38+51; 2.Kö.1-13; 1.Kö.5,26-6,13; Matthäus 12,46-13,58; Hebräer 8,1-6, 9,1-28+10,1

Das Wort „Terumah“ als Titel dieser Parasha heißt im hebräischen „geben, spenden, einlegen, mitwirken“. Diese Gabe des „Gebens und Mitwirkens“ ist ein sehr wichtiges und sehr großes Ding, weil es generell das...   mehr




Achtzehnte Wochenlesung - Mischpatim "Rechtsordnung"

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12.02.2024, 10:08

2. Mose 21,1-24,18; 2. Könige 12,1-17; Jeremia 34,8-22; and Matthäus 5,38-42; Markus 7,1-23; Apg 23,1-11 and Hebräer 10,28-39. Lukas 7,1-8,3; Kol. 3,1–25

Wir haben über Mischpatim, also Gesetzesordnungen und viele andere Bedeutungen dazu, im letzten Jahr ausführlich gesprochen. Die entsprechende Wortbedeutung und vieles mehr könnt ihr auf der Webseite oder in...   mehr




Siebtzehnte Wochenlesung - Yitro (Jethro)

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02.02.2024, 21:16

2. Mose 18,1–20,3; Jes. 6,1–13,6; 9,5–6; 1.Kö. 12-25; Psalm 66+67+68; 1. Joh. 5,1–11; 2.Kor 1-5; Matthäus 6,1-8,1

Auch zu dieser Woche könnt ihr im Vitamine Buch bereits die vielen Impulse vom letzten Jahr nachlesen. Dieses Jahr wollen wir uns weiter mit dem Verhältnis Mose mit Jitro, dem Ruf Gottes an Mose hinauf auf...   mehr




Sechzehnte Wochenlesung - Beschalach "Als er ziehen ließ"

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26.01.2024, 19:13

2. Mose 13,17-17,16; Richter 4,4–5,13; Lukas 2,22-24; 1.Korinther 10,1-13; Offenbarung 15,1-4. Matthäus 5,1-48; 2. Petr. 1

Schon im letzten Jahr konnten wir einiges über den Pharao, seinen Zorn nachdem die Israeliten geflohen waren, lesen. Immerhin hatte er gerade zehn Plagen durchlaufen, seinen ältesten, also erstgeborenen Sohn...   mehr




Fünfzehnte Wochenlesung - Parasha Bo "Komm"

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22.01.2024, 18:00

Teil 2

Israel ist, im rechtlichen und tatsächlichen Sinn, nicht die erstgeborene Nation in der Welt. Es gab schon lange vorher andere Nationen. Aber diese Nation ist von YHWH ins Leben gerufen worden, damit die...   mehr


18.01.2024, 18:48

2. Mose 10,1 – 13,16; Jeremia 46,13–28; Psalm 58+59+60+61; 2.Sam 21-24; Joh. 19,31-37; 1.Kor 6-10; Offenbarung 9,1–21+ 16,1-21.

Im letzten Parascha oder Wochenlesungskreislauf gab es für die 15te Woche schon viel zu lesen und zu erkennen. Die letzte Woche hatten wir mit einer erstaunlichen Frage abgeschlossen. Es ging um den freien...   mehr




Vierzehnte Wochenlesung - Wa´era "und ich erschien"

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16.01.2024, 19:12

Teil 2

In allem, was wir gelesen haben, lernen wir immer besser, das GOTT sehr genau weiss, was ER an Gaben in uns platziert hat und dass ER unsere Charakterzüge sehr wohl kennt, wie auch die Umstände, in die er uns...   mehr


12.01.2024, 17:16

2. Mose 6,2 – 9,35; ;  Hesekiel 28:25 - 29:21; Psalm 55+56+57; 2.Sam 9-20; 1.Kor 1-5; Offenbarung 15:1–16:20

„Und YHWH redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin YHWH und ich bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob als der mächtige Elohim, aber mit meinem Namen YHWH habe ich ihnen nicht offenbart.“ (2. Mose...   mehr




Dreizehnte Wochenlesung - Shemot

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09.01.2024, 18:01

Teil 2

Holen wir uns in Erinnerung, dass die Nachkommen Jakobs nur insgesamt 70 Personen ausmachten, die gemäß zweiter Mose 1,5 nach Goshem kamen. Josef war ja bereits dort. Aber sie hatten sich so enorm vermehrt,...   mehr


07.01.2024, 16:35

2. Mose 1,1 – 6,1; Psalm 110+111+112; 2.Sam 1-8; ; Jesaja 27,6–28,13, 29,22–23; Jeremia 1,1–2,3 ; Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-44; Hebräer 11,23-26; Römer 12,1–21; 2.Thess + Apg 19;

Diese Wochenlesung Shemot hat einige Besonderheiten. Sie verbindet uns mit den anderen Hauptbestandteilen der Tora, indem sie uns mit den Propheten und dem Neuen Testament verknüpft und uns zurück zum Anfang...   mehr




Zwölfte Wochenlesung - Wajechi "und er lebte"

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02.01.2024, 11:19

Teil 2

Kommen wir jetzt noch mal auf die Vaterrolle und damit zu Jakob zurück. Ein interessanter Satz von ihm, gerade in Bezug auf seinen Tod war, dass er sicher stellen wollte, dass seine Knochen nicht in einem...   mehr


29.12.2023, 18:58

1.Mose 47,28 – 50,26; 1.Thess. … ; Psalm 52+53+54; 1.Sam 21-31; 1 Könige 2,1–12; 1. Pet. 1,3-9; Joh. 10,1–21;

Im der letzten Jahresparaschazyklus, der im Buch „Vitamine für die Woche“ festgehalten ist, lesen wir zu dieser Wochenlesung schon sehr viel Interessantes. Zuletzt wurde erzählt, dass Josef seine Brüder und...   mehr




Elfte Wochenlesung - Vayigash "und er kam nahe/trat heran"


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26.12.2023

Teil 2

Wir können also schon erahnen, dass die verschiedenen Geschichten aus dieser Wochenlesung zusammenhängen.
Obwohl sie so unterschiedlich scheinen, ergänzen sie sich doch.
Wir haben uns im ersten Teil diesmal mehr mit Juda beschäftigt.
Letztes Jahr war einiges über Josef geschrieben.

Josef der Träumer hat eine besondere Bedeutung für uns, in seiner Entwicklung vom unreifen Träumer, der die Bestätigung seiner Brüder erwartete und das Gegenteil erntete, weil er zu früh war, auch wenn die Träume wahr wurden.
Genau wie Juda können wir in der Ausbildungszeit Josefs für uns sehr viel ableiten, wenn wir unsere bisherigen Brillen der Geschichtslesung der Bibel ablegen und NEU anfangen Dinge zu sehen, die GOTT uns eigentlich zeigen will.

Träume als Vorläufer von Prophetie brauchen Auslegung.
Sie sind selten klar umrissen.
Sie können Warnungen sein oder Hinweise auf die Zukunft und auch Berufung sein.
Berufung ist wegen Josefs Leben ein großes Thema, mit dem wir uns eigentlich noch viel intensiver beschäftigen sollten, als wir es gemein hin tun.
Manches haben wir schon erkannt und leben oder lebten es.
Manches haben wir wieder abgelegt, weil wir keine Frucht sehen konnten und innerlich verzweifelten und ausbrannten.
Manches muss nun neu ausgerichtet und verändert werden, weil die Zeit dafür abgelaufen ist.
Manches wird neu entflammt, wenn ich müde geworden bin oder gar aufgegeben habe, aber immer noch ein Funken Hoffnung, Liebe und Hunger für Jesus übrig geblieben ist.
All das und noch viel mehr können uns Träume und Visionen geben, wenn wir uns ausstrecken und sie wieder empfangen wollen, sofern wir sie evtl. sogar durch eigene Festlegungen oder innere Schwüre in Gedanken, genauso aber auch durch eigene Fehler und falsche Entscheidungen etc. abgelehnt haben.
Die Auslegung der Träume Josefs sprechen von Kraft und Macht, von Unterordnung und sogar Herrschaft.
Für Brüder und Eltern sicher keine lustige Vorstellung.
EINER aus unserer eigenen Familie soll eine solche Rolle haben, eine Leiterschafts rolle!
In der Realnachfolge von Jakobs Familie wäre das eigentlich Ruben gewesen.
Wer ist es bei uns heute in unseren Familien heute? Das was wir glauben, dass es so sein soll(t)e oder den den GOTT tatsächlich als dafür geeeignet erwählt hat.
Wer glaubt er Josef/sie (heute) denn wer sie ist? könnte damals die Empörung gelautet haben.
So oder so ähnlich würden wir auch heute reagieren.
Und doch war es vorschnell, denn am Ende der Träume und der Realität später zeigte sich doch auch, dass Josef zum Versorger der Familie werden sollte, derjeni- ge auf den sie vertrauen sollten, wenn es darum ging, Nahrung zubekommen.
Was wäre eigentlich passiert, wenn der kleine, unreife Josef dieses Ausmaß und dieses Ende schon vom Anfang her so gesehen hätte? Oder auch seine Familie?
Wir wissen nie warum GOTT diese und nicht andere Wege für unser Leben wählte.
Wir dürfen auch nie vergessen, dass wir selbst durch unser Tun und Handeln, durch unsere eigenen Entscheidungen einiges von Gottes Plänen durchkreuzen, verschie- ben, zeitlich aus dem Rahmen fallen können usw.
ABER GOTT kommt letztlich, wenn wir es zulassen und uns nicht zu sehr sperren, widerspenstig, widerwillig sind, weil wir es nicht verstehen, Angst haben, schlechte Erfahrungen machten etc. nicht zu spät, ER kommt mit uns doch zum Ziel.
Wir müssen uns nur darüber klar sein, dass wir helfen können oder blockieren unsere Berufung zu finden und zu leben, unser Ziel zu erreichen und unseren Lauf zu beenden.
Das wollen wir und doch handeln wir so oft, vor allem aus Ängsten, Zorn, Hass, Ablehnung, tiefen Verletzungen heraus, genau anders herum.
Aus all dem sind wir selbst auch oft blind und taub, blockiert und wachsen nicht oder gehen die falschen Wege.
Übersehen Möglichkeiten, die Gott uns meist durch Menschen schickt oder wollen sie sogar nicht erkennen, weil sie nicht unseren Vorstellungen, Wünschen und Plänen entsprachen.
Wir sollen es nicht, aber tun es dennoch.
Das Gleiche hat uns Paulus von sich auch schon gesagt. LERNEN wir daraus.

Es ist schon erstaunlich, wie der HERR Josef wählte, um seine Verheißungen an Abraham, Isaak und Jakob zu sichern, indem er Juda zum Retter von Josef und dann von Benjamin wählte.
Warum also Juda?
Ein Grund könnte sein, dass seine Gefühle nicht nur negativ gegenüber Josef waren, wie bei seinen Brüdern.
Er zeigte Mitleid. (1. Mose 37,26-27)
Sein Mitgefühl mit Benjamin war sogar noch grösser.
Benjamin war der jüngste, der kleinste und für den Vater der verbliebene Liebling.
Das zeigt wirklich auch Judas Reife im Charakter.
Und letztlich dürfen wir nicht vergessen, dass beide Taten der Liebe ein Vorschatten von dem waren, was durch YESHUA, ebenfalls aus dem Stamm Juda, dann für die ewige Rettung und Erlösung getan wurde, aber in der geistigen Notwendigkeit und Dimension.
Nicht Neid, Eifersucht, Streit und mörderische Pläne siegten, sondern der HERR mit seinen Plänen und Yeshua mit und durch seine Liebe.
Wo sehen wir das heute? Wo und wie sehen wir das bei uns?
Es gibt solche außergewöhnlichen Ausnahmemenschen.
Häufig werden sie gar nicht erkannt, sind eher verborgen, bis sie dann irgendwann von GOTT doch in die Öffentlichkeit gezogen wurden oder werden.
Wo stehst du selbst in deinem persönlichen Weg und deiner Charakterbildung?
Wieweit sind nur die Normen dieser Welt für dich maßgeblich und der Run nach Geld, Macht, Reichtum, Ruhm feuern dich an?
Diese Begriffe sind sehr vielfältig auslegbar und haben viele einzelne Farben.
Geld kann schon bei der Versorgung anfangen, beim täglichen Leben und Überleben und muss nicht nur ein großes Bankkonto Richtung Reichtum bedeuten.
Reichtum ist mehr als nur Finanzen. Wohin geht da dein Sinn?
Wo ist der wahre innere Reichtum bei dir zu finden - nun suchst du ihn überhaupt? Hier würden wir im positiven dann in Richtung Bergpredigt und Seligpreisungen gehen.
Ruhm und Ruf wäre ein eigenes Kapitel. Wo fängt Ruhm und Ruf an?
Für mich persönlich. Habe ich mir darüber je Gedanken gemacht?

Durch Judas selbstloses Eingreifen und TUN konnte Vater und Sohn, Jakob und Josef wieder vereint werden. Die alte mit der jungen, der nächsten Generation.
Aber es brauchte einen Menschen.
Dieser Mensch war und ist für uns Jesus Christus/ Yeshua Ha Massiach.
ER wird es auch immer bleiben.
Nur ER kann die Herzen der Väter zu den Söhnen, der Töchter zu den Müttern und kreuzweise wieder vereinen und versöhnen.
Nur ER kann zerbrochenes in unserem Geist, Seele und Leib wieder vereinen und Ganz machen.
Von der Theorie ist uns das alles gut bekannt, aber beten wir auch so, leben wir auch so, in seiner Art, in seinem Vorbild?
Sind wir frei von (Vor)urteilen und Bitterkeit, gerade auch bei schlechten oder schlimmen Erlebnissen in der Vergangenheit?
Haben wir wirklich vergeben und sind bereit für Versöhnung?
Oder tun wir nur so und täuschen uns lieber selbst?
Jeder prüfe sich selbst.

Als die Jünger nach Jesu Tod und Auferstehung hören mussten, dass er wohlauf war und es ihm gut ging, war das Erstaunen, der Schrecken, der Unglaube sicher genauso groß, (Mark 16,11) wie damals bei Jakob als er von seinem totgeglaubten Sohn hörte, dass er lebte.
Jetzt erst setzte der Rettungsplan Gottes für Israel ein, als Josef sie alle zu sich holte und ihnen das beste Land gab.
Mit viel Weisheit gegenüber dem Pharao in der Argumentation.

Jetzt ist Israel im Krieg. Schon im 3ten Monat. Damit hat keiner gerechnet.
Einige Geiseln sind immer noch nicht frei.
Die finanziellen Reserven des kleinen, aber bisher reichen Landes Israel sind schnell aufgebraucht. Krieg ist teuer.
Die 7 mageren Jahre können durchaus dadurch anbrechen.
Wer wird dann helfen?
Wo ist dann das wahre Ägypten und der wahre Retter für Israel?
Können sie dadurch Yeshua erkennen, so wie er gerade schon einer ganzen Reihe von Muslimen im Gaza erschienen ist.
Ist dadurch die Zeit erreicht, dass mehr und mehr die Rückkehr des verlorenen Sohnes Israels in die Vereinigung mit dem himmlischen VATER, JHWH, kommen wird, aber durch seinen Sohn Yeshua, der der Weg, die Tür zu ihm ist.

Wir haben das Jahr und Jahrzehnt der Türen. Ausgewiesen durch die Zahl 4, dalet.
Lesen wir 2. Chronik 15 und beten wir entsprechend.
Nehmen wir auch unsere eigene Umgebung und schauen was und wie das zutrifft.
Haben wir Mitleid mit denen, die Fehler gemacht haben und haben und bitten den HERRN um Gnade, so wie wir sie auch haben sollten.
Wir alle brauchen Gnade, auch um selbstlos zu sein.
Allein schaffen wir es nicht.
Sonst gemäß dem ersten Brief in den Offenbarungen zu Ephesus, verlieren wir unsere erste Liebe (sofern wir sie überhaupt so haben konnten und hatten) und unser Leuchter d.h. unsere Position, wir selbst, werden von ihrem Platz gestellt.
Starke können dann sehr schnell schwach werden und fallen.
Ich erlebe solche prophetischen Zeichen selbst, am eigenen Leib und klar nicht nur wegen mir selbst, obwohl es immer hilft, sofort nach dem eigenen Versagen und Hintergründen zu fragen.
Nein es geht um viel mehr.
Es geht um uns alle, Israel und Europa.
Schauen wir auf die Zeiten, schauen wir auf die Uhr.
Ist es schon 12 Uhr, schon Mitternacht oder erst 5 vor oder 1 Min vor 12?
Prüfen wir es gerade jetzt in dieser Zeit, die eigentlich besinnlich sein sollte, für uns selbst nach. Immer wieder.
Nicht nachlassen, nicht lockerlassen, sonst stehen wir selbst im Gericht oder emp fangen unsere Urteile, wie sie auch schon zu Yom Kippur gefällt wurden für das nächste Jahr.
Und wenn es Schwierigkeiten bringt, klagen wir GOTT, Jesus an.
Dabei liegt die Schuld bei uns selbst, nur wollten wir nicht ehrlich sein.
Weder mit uns selbst, noch mit Gott.
Klingt hart? Ja, aber notwendig, denn nur durch Prüfung, durch Busse, Reue und Umkehr, sofern wir uns überhaupt davon überführen lassen, können wir Schlim meres verhindern.
Und keiner ist frei davon. Keiner.

Die eigentlich so schöne Einladung Josefs an seine Familie, die vor dem Verhungern bewahrte, bedeutete gleichzeitig auch Auszug aus dem verheißenen Land, Gefangen schaft in Ägypten, auch wenn es nett verpackt und gut aussehend war. (1. Mose 46,2-4)
Gott hatte das angekündigt. 400 Jahre Sklaverei würden dem Ganzen folgen.
Eine Strafe? Wenn ja wofür? Denken wir darüber nach.
Interessanterweise hatten wir bereits eine andere Hungersnot. Diese traf Isaak, aber damals sagte GOTT Isaak klar – Bleibe, behaupte das Land, vertraue mir!!
Jetzt heißt es ebenso klar zu Jakob – GEHE, verlasse das Land und dennoch vertraue mir!! Auch in die danach folgenden Sklaverei.
Hat Israel das wirklich getan? Tun wir es heute?
Vertrauen wir in Schwierigkeiten, wirklichen Bedrängnissen.
Die Psalmen sind voll davon, von Bedrängnissen der Gerechten, die letztlich aber dennoch ihren Lohn bekamen, auch wenn sie es nicht begriffen haben.
Es ist so wichtig, auf Gottes Stimme zu hören und lieber zu gehorchen als nur weiter zu gehen, wie ich dachte, dass es richtig ist, und mich von mir selbst und meiner (unwissenden) Seele leiten lasse.
Einfach eine Entscheidungen zu treffen, die gerade so richtig erschienen oder Erfah rungen, die in der Vergangenheit gut funktionierten.
Das wird zukünftig kaum noch passen. (Sprüche 35-6)
Vor Jahren habe ich von Mutter Basilea der Marienschwestern Darmstadt einen (von sehr vielen Sätzen und Lehren) besonders im Herzen behalten, der mich bis heute begleitet: „HERR ich verstehe dich nicht, aber ich vertraue dir“
Eine weise Erkenntnis, die sie vielfach (ge)brauchte.
Keine eigene Kraft und Macht mehr, die in solchen Fällen weiterhilft.

So wie Josef seine Familie, sein Volk mit Brot versorgte, so gilt die Parallele zu Yeshua zu ziehen – ER ist das lebendige Brot (lechem chayim), der in der Stadt Bethlehem (Beit Lechem) dem Haus des Brotes geboren wurde (welcher Hinweis auf das Brot des Lebens Yeshua, den keiner sehen konnte, nur GOTT selbst, der das orchestrierte), stellt sich selbst uns als dieses ewige, lebendige Brot für unseren Geist und unsere Seele zur Verfügung, wenn wir nur wollen und ernsthaft danach suchen und greifen ( 2 Chronik 15).
Das Brot Josef konnte die Israeliten nur während ihrer Lebenszeit erhalten, das Brot Yeshuas ernährt uns in Ewigkeit. (Joh. 6,51).

Aber nicht nur wurde der VATER mit dem SOHN Josef wiedervereint und versöhnt, sondern auch Juda mit Israel und Josef s mit seinen Brüdern, die Israel ausmachen, nachdem sie so viele Jahre voneinander getrennt waren.
Da klingt doch die Versöhnung und Wiederherstellung der 2 trockenen Stäbe in Hes. 37b an.
Hier kommen wir nun in die Haftara, die prophetische Ergänzung zur Wochenlesung, wenn die Nordstämme Israels mit dem Südreich wieder vereint werden.
Wie kam es eigentlich zu dieser Spaltung?
Sünde und Götzendienst.
Gott teilt das ganze Land und alle Stämme nach der Regentschaft von Salomo.
Aber während dann Juda, das Südreich aus der Babylonischen Gefangenschaft, aus ihrem Exil zurückkehrten, wurden die 10 Nordstämme in die Nationen vertrieben. Hier haben wir wieder das Motiv der Vertreibung wegen Sünde, das wir auch im aktuellen Monat Tevet deutlich ausrollten.
Diese 10 Stämme gelten als verloren, weil sie auch – wie bekannt ist, schon nach der 3ten bzw. 4ten Generation – ihre Identität verloren, irgendwie auch sich selbst verloren und damit als verloren galten und gelten.
ABER diese Zeit ist abgelaufen.
Die Strafe die Jerobeam, der damalige König des Nordreiches (nicht aus der Bluts linie Juda) von diversen Propheten verhängt bekam, war weite mehr, als 2000 Jahre. Ca. 2200, die nun abgelaufen sind.
Was geschieht als Nächstes?
Wer wird erwachen oder vom HERRN aufgeweckt?
Wie sieht die nächste Erweckung wirklich aus, die wir so sehnlichst seit mind. einem Jahrzehnt herbei beten und doch nicht ausreichend vorbereitet sind, denn es fehlt, an allen Ecken, an wahren gut ausgebildeten Erntehelfern.
Der Götzendienst und damit die unterschiedlichen Auffassungen von GOTT, Jesus, dem Gottesbild, dem Bild Yeshuas würden wir heute sagen, hat die beiden Reiche getrennt. Gott selbst hat sie getrennt. (Sacharia 11.14)

Schon die alten weisen Rabbiner lehren, dass die Feindschaft, das eifersüchtige, neidische, streitsüchtige, selbstgerechte Verhalten falsche Entscheidungen und falsche Herzenshaltungen und Motive, die zur Spaltung, zur Trennung zwischen Josef und seinen Brüdern (eigentlich allen Kindern Jakobs) wie ein Vorschatten auf die spätere Trennung von Nord und Südreich wirkten.
UND DENNOCH gilt Gottes Wort aus Hes 37,19:
ER wird sie durch YESHUA wieder zusammenführen und vereinen.
Trotz aller Schmerzen und Ungerechtigkeiten.
Trotz allen Missverstehens und Ablehnens.
Trotz allen Hasses und Selbstgerechtigkeit der Menschen selbst.
ER wird sie überführen und das startet bei uns. Bei uns selbst.
Wohin gehören wir wirklich, hier in Europa und aus Europa ausgezogen nach Amerika die dortigen Menschen?
Haben wir uns je gefragt,
ob mit oder ohne Yeshua, ob gläubig und vielleicht sogar wiedergeboren oder nicht, ob und gerade in alten Großkirchen oder Freikirchen,
ob da noch einiges ist, an das ich noch gar nicht gedacht haben könnte und GOTT deshalb auch nie fragte, nie nachhakte, nie dranblieb.
Gerade dann wäre es umso wichtiger seine eigene Position zu Israel zu überdenken.
Denn gegen den eigenen Bruder auf zu stehen, Israel ab zu lehnen, gar zu hassen oder besserwisserisch über sie zu richten, wo wir doch selbst genug an uns selbst zu richten hätten, wird, wie damals zwischen den Brüdern Israels, bei Gott nicht gut rüberkommen.
Wenn wir uns verhalten wie Esau und seine Nachkommen die Edomiter, werden wir genau in derselben Weise wie GOTT über sie richtet(e) und wir im Propheten Obadja nachlesen können.
Vernichtung. Komplett. WEIL sie dem Bruder nicht geholfen haben und sich über sein Unglück freuten und sogar mithalfen.
Wählen wir und wählen wir weise.
Diese Wahl, diese Entscheidung müssen wir treffen, wir kommen nicht aus der Sache raus, wie schon in meinem Buch RUTH gemäß dem biblischen Buch Ruth ausreichend dargelegt wird.
Stellen wir uns lieber auf das Wort Gottes in Eph. 2.
Yeshua hat diese Wand der Spaltung und Trennung, diesen Zaun zwischen Juden und Heiden und auch in uns selbst (sind wir gespalten in unser altes Erbe in den Genen und dem Neuen, dass wir durch Christus erleben.
Das reibt und zerrt auch in uns selbst.

Dort auch sind solche unbekannten Wälle und Wände, die erst eingerissen werden müssen) durch seinen Opfertod am Kreuz zerstört.
Gottes Absicht war schon immer uns selbst wiederherzustellen und unsere Bezie hung zu IHM selbst wiederherzustellen und zu versöhnen.

In der nächsten Zoomserie – versöhnt sein mit sich selbst- werden wir einiges davon hören und erklärt bekommen.
Freuen wir uns daher auf die noch weit größere Versöhnung und Wiederherstellung, die noch kommen wird und soll.
Schon Josef gab sich seinen Brüdern mit den Worten: ANI Josef- Ich bin Josef, euer Bruder.
So wird sich auch Yeshua bald seinen Brüdern den Juden in weit größerem Umfang zu erkennen geben: ANI YESHUA – Ich bin eure Errettung und Erlösung, Euer Bruder und Messias, EUER KÖNIG auf den Ihr schon so lange wartet.

Ich weiß nicht liebe Leser, liebe Geschwister wie es euch geht, aber das möchte ich – in einer Zeit wie dieser, in die ich bewusst von JHWH unserem Schöpfergott hineingestellt wurde – solch eine Versöhnung und Erkenntnis nicht verpassen.
Weder in Europa noch in Israel.

Was also ist unser Job? – gerade jetzt- Wo will dich GOTT hinhaben?
Wofür wurdest durch wahrlich zugerüstet, sogar mit Aufgaben in der aktuellen Vergangenheit, die dir nicht schmeckten, die du nicht als sinnvoll erachtet hast, eventuell sogar als Gefangenschaft erlebtest?
Könnte da nicht viel mehr dahinterstecken, dass ich gar nicht absehen konnte und Gott und manche Mitmenschen sogar deshalb anklagte und mich – unbewusst aber dennoch - wirklich heftigst versündigt habe?
Prüfe dich selbst, frage den HERRN und den Heiligen Geist, lass dich überführen!!!
Bei dir und deinem Nächsten, sowie zum Volk Israel.

Denn wenn das jüdische Volk ihren Messias erkennt und annimmt, gibt es auch eine weitaus größere Wiederherstellung und Versöhnung, die Leben bringt und die Kraft und Macht hat die Welt zu verändern. (Röm 11,15)
Wie steht es da mit dir?
Solch eine Vergebung schreibt die Familiengeschichte um!!

Im nächsten Jahr werden wir uns dann ein wenig tiefer mit den Voraussetzungen und Möglichkeiten von Vergebung und Versöhnung befassen.



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Zehnte Wochenlesung - Mikez " Am Ende"

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19.12.2023, 16:13

Teil2

Bleiben wir weiter bei Josef, dem Vorschatten auf Yeshua, wenn auch mit vielen Parallelen und doch bei weitem nicht gleich. Aber die Tatsache, dass Josef, unerwartet und plötzlich, innerhalb eines Tages...   mehr


14.12.2023, 16:34

1. Mose 41, 1 – 44,17; 4.Mose 28,9 – 15+ 7,42-47 ; 1.Könige 3,15-4,1; Psalm 108+109; 1.Sam 1-10; Sacharja 2,10-4,7; Johannes 1,1-18+ 10,22-28; Lukas 24, 13-29.

Letzten Jahr haben wir für diesen Parashakreislauf schon sehr viel Punkte gefunden. Nachlesen ist empfehlenswert. Also lernen wir, dass das Licht der Torah, der 5 Bücher Mose, vor allem auch in seinen...   mehr




Neunte Wochenlesung - Vayeshev "und er ließ sich nieder/ er lebte/ wohnte"

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12.12.2023, 06:34

Teil 2

Bevor wir nochmals mit Josef weitermachen, einen kurzen Hinweis auf Juda. Juda hatte letztlich das Leben von Josef gerettet. Aber da dieser dann doch in die Sklaverei verkauft war, hat er sein zu Hause...   mehr


07.12.2023, 21:06

1.Mose 37,1–40,23; Amos 2,6–3,8; Psalm 106+107, Ruth 1-4; Apg. 7,9-16; Römer 8,18–39; Jakobus 3-12

Ich empfehle zuerst die Wochenlesung von letztem Jahr zu lesen, weil hier schon einiges ausgeführt ist. Zu finden im Buch „Vitamine fürs Jahr“ (in meinem Verlag), als Voraussetzung für die aktuelle Parasha,...   mehr




Achte Wochenlesung - Vayeslach

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05.12.2023, 16:46

Teil 2

Im zweiten Teil wollen wir noch ein wenig mit der sich nur sehr langsam erkennbaren Veränderung des Charakters Jakobs, nach dem Ringen mit dem Engel des Herrn, befassen. Denn das hat für uns heute noch...   mehr


02.12.2023, 10:21

1. Mose 32,4-36,43; Obadja 1,1-21; Matthäus 2,13-23

In dieser Wochenlesung haben wir vor allem mit zwei grossen Bereichen zu tun. Die Überquerung des Jakob vom kleinen Fluss Jabokk, um seinem Bruder Esau zu treffen und damit die Begegnung von Jakob und Esau,...   mehr




Siebte Wochenlesung - Vayera "und er zog aus"

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28.11.2023, 10:41

Teil 2

In Teil 2 werden wir uns erneut mit der Kraft von Träumen beschäftigen. Über die Jakobsleiter haben wir ja schon etwas lesen können. Wenn Gott Träume nutzt, um uns Nachrichten zu übermitteln, gibt es...   mehr


24.11.2023, 15:22

Wajeze „Und er zog aus“: 1.Mose 28,10 – 32,3; Apg. 6-10; Psalm 119,1-88; Richter 1-9¸ Hosea 12,13 – 14,10; Psalm 119,1-88; Johannes 1,43-51; Epheser 4,1–32

Schon im letzten Jahr konnten wir in dieser Wochenlesung einiges über Jakob erfahren, der mit Josef zusammen, die Hauptperson in dieser Parascha sind. Jakob wird während seines Lebens von einem sehr unreifen...   mehr




Sechste Wochenlesung - Toldot "Generationen/Geschlechter"

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22.11.2023, 17:27

Teil 2

Weil wir uns nun schon mit einigen Ehen beschäftigt haben, machen wir diesbezüglich auch eine Art Abschluss und gehen erst im nächsten Kreislauf wieder auf die (dienende) Verwalterschaft ein. Ehe und der...   mehr


19.11.2023, 10:50

1.Mose 25,19 – 28,9; Josua 13-24; Maleachi 1,1–2,7; Römer 9,6–29; Hebräer 12,14-17; Psalm 1+2+5; Apg. 1-5;

Toldot, Geschlechter oder auch Generationen. Ein ganz wichtiges Prinzip Gottes. ER nennt sich bewusst und bestimmt: „der Gott Abraham, Isaaks und Jakobs“, also der Gott der drei Generationen. Wir haben in...   mehr




Fünfte Wochenlesung - Chaje Sara "Das Leben Saras"

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17.11.2023, 07:21

Teil 2

Im zweiten Teil möchte ich noch mehr auf die Aussage Abrahams, dass er ein Fremder in diesem Land wäre, eingehen. Denn es betrifft auch uns. Wir sind ja auch NICHT von dieser Erde, sondern leben nur AUF dieser...   mehr


11.11.2023, 17:00

1.Mose 23,1 – 25,18; Psalm 22+40+41; Josua 1-12; 1 Könige 1:1–31; 1.Petrus 3:1–7; Matthäus 8:19-22; Lukas 9:57-62 + 21-24.

In dieser Wochenlesung geht es um das Leben Sarahs, „Chaje Sarah“. Wir haben letztes Jahr schon einiges, speziell über Sarah, lesen dürfen. Es startet mit 1. Mose 23.1 … “und das Leben von Sarah…“ Aber auch...   mehr




Vierte Wochenlesung - Wajera "...und es erschien"

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07.11.2023, 19:53

Teil 2

Kommen wir nun zu den Frauen in dieser Wochenlesung. Wir haben Sarah und Hagar. Nehmen wir als erstes Sarah. Die persönliche und psychologische Betrachtung des Lebens von Sarah und dem auf der...   mehr


05.11.2023, 11:53

1. Mose 18,1 – 22,24; 2 Kings 4:1–37; 2 Peter 2:4-10; Psalm 113+114+115 Hiob 32-42; Lukas 1:26–38, 24:36–53 + 16-20; 2 Peter 2:4-10; Hebrews 6:13-20

Wie im letzten Jahresparaschakreislauf haben wir vertiefend über das Leben Abrahams gesprochen. Tatsächlich sind in diesem Wochenlesekreislauf wieder Abraham, Lot, Sarah und Hagar die Hauptpersonen. Von allen...   mehr




Dritte Wochenlesung - Lech Lecha "Geh hin-Geh für dich"

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28.10.2023, 13:43

1.Mose 12,1–17,27; Jesaja 40,27–41,16; Johannes 8,51-58; Kolosser 2,11-15; Hebräer 7,1-19; 11,8-12; Matthäus 1,1–17

Über den Mann Abraham, um den es hauptsächlich in dieser Wochenlesung geht, gibt es sehr viel zu sagen. Schon in der letzten Jahresreise haben wir uns auch mit seiner Ehe und seinem Verrat an Sarah und dessen...   mehr




Zweite Wochenlesung - Noach "Noah/Ruhe"

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23.10.2023, 09:22

. Mose 6:9–11:32; Psalm 104+105; Hiob 11-21Isaiah 54:1–55:5+ 66,1-24; Lukas 1:5–10+ 17,20—27

In dieser zweiten Wochenlesung haben wir es mit Noah zu tun. “Dies ist die Geschichte von Noahs Geschlecht. Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott. (1. Mose 6:9) Eine...   mehr




Bereshit - "Im Anfang"

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18.10.2023, 09:51

Teil 2

In der Zusammenfassung haben wir es in dieser ersten Woche der Jahreskreislauf-Paraschalesung auch mit der Verwalterschaft oder mit der dienenden Leidenschaft zu tun. Immerhin hatte der erste Adam diese...   mehr


16.10.2023, 17:47

1. Mose 1,1-6,8 Jesaja 42,5-43,10; Matthäus 1:1-17; Offenbarung 1:1-5; 22:1-21 Johannes 1,1-17

Wir beginnen einen neuen Lesekreislauf für 2024/25 oder 5784 im Hebräischen.
Jedes Parascha- oder Lesejahr beginnt mit dem ersten Buch Mose oder Genesis, Kapitel 1 „Bereshit“.
Wir werden dieses Mal ein...

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